Impuls, Dienstag 28. Dezember

Dein Wille geschehe

Ihr Lieben, Gott hat ohne uns das Universum und unsere Erde geschaffen. Er wird sie auch ohne uns zur Vollendung bringen. Er fragt uns nicht : Wann passt es euch denn, dass ich meinen Sohn Jesus zu euch zurucksende? Wann seid ihr soweit? Oder wollt ihr es überhaupt? Jesus kommt unverhofft, wie ein Dieb in der Nacht, sagt die Schrift. Dabei kommt es Ihm nicht auf unseren Gesundheits – sondern auf unseren Glaubenszustand an. Die Bibel sagt auch, was die Anzeichen für Seine Wiederkunft sind. Zuallererst die Rückkehr der Juden, seines auserwählten Volkes, nach Israel,die im vollem Gang ist. Ein weiteres Zeichen ist das Erkalten der Liebe unter den Menschen.
Unser vereintes Deutschland ist wieder ein geteiltes Deutschland. Wir haben wieder Mauern aufgebaut, Gräben gezogen, Grenzzäune errichtet und Wachtürme aufgestellt. Zwar nicht sichtbar, aber in den Köpfen. Unfrieden bis Hass wohin man schaut. Diese erneute Trennung ist noch grausamer, entsetzlicher und unerträglicher als die erste. Sie zerstört einfach alles. Die Familien, die Beziehungen zu den Nachbarn, den Arbeitskollegen, alles zwischenmenschliche Leben, ja sogar unsere Gemeinden. Und das tut so weh. Ist das wirklich Gottes Wille? Auf jeden Fall sind es angekündigte Zeichen vor seiner Rückkehr. Vorausgesagte Wehen, wie man nachlesen kann. Ob wir das hören wollen, oder nicht, ob es uns passt, oder nicht, ob wir es glauben oder nicht, ob wir darüber spotten, oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle. So wie Jesu Geburt, Sein Leiden, Sterben und Seine Auferstehung angekündigt wurde und eingetroffen ist, so wird auch Sein zweites Kommen stattfinden. Und darauf weist die Bibel dreimal mehr hin, als auf Sein erstes Erscheinen.
Unsere Aufgabe als Christen ist es bis dahin, nicht vor Angst zu vergehen und die Hände in den Schoß legen, sondern sie zum Gebet falten. Nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern unsere Häupter zu erheben, weil sich unsere Erlösung naht. Beim Anzünden einer Kerze den zu loben und zu preisen, der uns 1989 zuallererst die deutsche Einheit ermöglicht hat. Gott fordert uns gerade jetzt auf : vergebt einander, so wie ich euch vergeben habe . Liebt einander, so wie ich euch liebe. Schaut nicht auf das, was euch trennt, sondern auf mich, der euch verbindet. Wenn ihr mich liebt, und euren Nächsten wie euch selbst, dann habt ihr das ganze Gesetz erfüllt, sagt Er. Nicht mehr und nicht weniger erwartet Er von uns.
Ich bete, dass sich das Wort aus Jesaja 43,19 bald erfüllt.
Siehe, ich mache alles neu, jetzt sproßt es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Das ist unsere Hoffnung. Dafür sollten wir beten und handeln.

~ Jürgen Meyer