Impuls, Donnerstag 15. April

Augen auf

Ihr Lieben, als Jesus in der Nacht, als Er verraten wurde, Blut und Wasser schwitzte, als Er in ein schweres Todesringen hinein kam, als Er sich entschied, das der Wille des Vaters und nicht Sein Wille geschähe, schliefen Seine Jünger einen Steinwurf von Ihm entfernt, obwohl Er ihnen gesagt hatte – betet, dass euch nicht die Versuchung überwältigt. Als Er von diesem Gebetskampf zurückkehrte, musste Er sie wieder ermahnen – wie könnt ihr jetzt schlafen? Steht auf und betet, dass euch die Versuchung nicht überwältigt. In Lukas 22, 45 steht, dass die Jünger von Traurigkeit überwältigt eingeschlafen waren.
Wenn Jesus in diesem kurzen Abschnitt etwas wiederholt, dann ist es von doppelter Bedeutung, dann ist es sehr wichtig. Ich höre aus diesem Text heraus, dass, wer nicht betet, leicht überwältigt werden kann. Wovon? Von Traurigkeit, Versuchungen, von Umständen, Meinungen anderer, von Ängsten und Sünden. Also wer ernsthaft betet wird nicht so schnell entmutigt, im Gegenteil, er wird immer wieder ermutigt und auferbaut. Darum schreibt auch der
Apostel Paulus an die Thessalonicher – betet ohne Unterlass. Also seid im ständigen Kontakt mit Gott durch Jesus.
Erfahrungsgemäß ist das Beten nicht gerade attraktiv. Gebetstreffen sind besonders gut besucht. Dabei ist das Gebet so wichtig und entscheidend. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet, also betet, sagt Jesus. Ohne Gebet kann man auch nicht erwarten, dass meine Bitten erfüllt werden. Dann kann ich so manche Segnung verpassen.
Wie könnt ihr jetzt schlafen, hatte Er die Jünger gefragt. Jetzt in dieser entscheidenden Situation.
Wie könnt ihr jetzt schlafen, fragt Er auch uns, jetzt, in dieser extremen Zeit? Betet, haltet Augen und Ohren offen. Sie im ständigen Kontakt mit mir.
Halten wir uns gegenseitig wach, indem wir uns zum Gebet in welcher Form auch immer, treffen. Nach der Nacht kommt der Morgen. Nach Karfreitag Ostersonntag. Jesus hat und behält den Sieg.

~ Jürgen Meyer