Impuls, Sonntag 14. Februar

Guten Appetit

Ihr Lieben,
Meine Frau und ich, wir merken immer wieder, dass wir viel zu viel essen. Wahrscheinlich ist das die Auswirkung, weil wir als Nachkriegsgeneration und Familien mit vielen Geschwistern, schnell zulangen mussten, um genug abzubekommen. Doch dabei sollten die Mahlzeiten nicht nur ein bloßer Akt der Nahrungsaufnahme und das Füllen unserer Bäuche sein.

In der Bibel spielt das Essen und Trinken oft ein große, wenn nicht sogar eine zentrale Rolle. Zur Gastfreundschaft gehörte es unbedingt, seinen Gästen das Beste vorzusetzen. Beim Essen wurden ernste Themen besprochen und wichtige Entscheidungen getroffen. Auch im Neuen Testament spielten sich viele Szenen ab, bei denen Jesus mit seinen Jüngern oder anderen Menschen bei Tische oder zu Teppich saßen, aßen und tranken. Die ersten Christen trafen sich täglich in ihren Häusern, beteten und nahmen gemeinsam das Mahl. Jesus selbst bereitete an einem Morgen für seine Jünger das Frühstück am Strand. Auch speiste Er bei der Brotvermehrung mehrere tausend Menschen.

Zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass heute junge Leute wieder großen Wert auf ein ausgedehntes, vielseitiges und gesundes Essen legen und dabei ihre Freundschaften pflegen. Ich durfte das auch schon ein paar Mal mit genießen, wo bei mir das Brunchen lieber ist, als die Benutzung eines Raclettes (Pfannen zu klein). In dieser Zeit entstehen automatisch gute und intensive Gespräche. Darum sollten wir vor jeder Mahlzeit nicht nur für das Essen danken, sondern auch für eine gute Gemeinschaft beten. Gemeinsame Mahlzeiten sind mit das Wichtigste in einer Familie. Wann immer es möglich ist, sollten sie zusammen eingenommen werden und möglichst ohne Handy, Radio oder TV. In dieser speziellen Zeit können Dinge in Ruhe geklärt und besprochen werden. Dabei sollte jeder zu Wort kommen können. Solltest du ein Einmann- Haushalt sein, dann möchte ich dich ermutigen, zünde eine Kerze an, lade Jesus ein und habe beim Essen Gemeinschaft mit Ihm. Er kommt garantiert. Mit Ihm wird es nie ein Dinner for one, sondern mindestens ein Dinner for two. Branchen mit Jesus, mit dem Sohn Gottes. Ist das nicht der Hammer? Genieße es.

~ Jürgen Meyer