Impuls, Samstag 13. Februar

Die schiefe Bahn

Ihr Lieben, jeder Vater und jede Mutter wünscht sich, dass das eigene Kind nicht auf die schiefe Bahn gerät. Die schiefe Bahn bedeutet ja eine Fehlentwicklung nehmen, absinken, bis hin zu kriminell werden. Durch schlechten Umgang, Frust oder Neugier, kann man ohne, dass man sich versieht, auf eine solche geraten. Ein schiefe Bahn hat ihr Gefälle immer nach unten. Es kostet keine Kraft oder Anstrengung sich auf ihr zu bewegen. Meistens gleitet man erst ganz langsam und bemerkt überhaupt nicht, dass man sich auf ihr befindet. Mit der Zeit wird die schiefe Bahn aber immer steiler und glatter. Der Abstand zwischen Kick und Kater wird immer kürzer und eher man sich versieht, rutscht man ungebremst auf den Abgrund zu.
In Matth. 7, 13-14 steht :
Weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt und viele sind, die auf ihn hineingehen. Eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt und wenige sind, die ihn finden.
Es ist ein Irrtum und eine Lüge, wenn wir glauben, dass, wenn wir ein vorbildliches und ordentliches Leben führen, wären wir auf der sicheren Seite. Ohne Jesus befinden wir uns automatisch auf dem dichtbevölkerten breiten Weg, auf dem highway to hell. Egal, ob wir es schiefe Bahn oder breiter Weg nennen, wir müssen die ausgestreckten rettende Hand Jesu ergreifen, sonst gibt es kein Halten mehr.
Das Gegenstück zur schiefen Bahn ist der schmale Pfad. Dieser führt nach oben, ist oft anstrengend, beschwerlich und fordert Ausdauer und Vertrauen. Er führt zum Gipfel und man wird diesen nur erklimmen, wenn man gut gesichert ist. Ab und zu muss man, gewollt oder ungewollt, eine Pause einlegen und es kann vorkommen, dass man mal ausgleitet, aber man fällt nie ins Bodenlose, nie tiefer, als in Gottes Hand. Stück für Stück nähert man sich dem Gipfelkreuz. Wer einmal oben stand, wird diesen Augenblick nie vergessen. Schnell sind alle Strapazen, Schmerzen und Entbehrungen vergessen. Es zählt nur noch die himmlische Aussicht.

~ Jürgen Meyer