Impuls, Donnerstag 11. Februar

Ich bin dann mal kurz weg

Ihr Lieben, Zöllner waren zur Zeit Jesu eine verachtete Gruppe von Menschen. Keiner wollte etwas mit ihnen zu tun haben. Sie galten beim jüdischen Volk als unrein, weil sie ständig im Kontakt mit Nichtjuden hatten und wegen ihren Betrügereien als Sünder. Wie Leprakranken ging man ihnen aus dem Weg.
Jesus sah Levi am Zoll sitzen. Nicht zufällig, sondern Er hatte ihn im Visier. Er ging nicht schnell an ihm vorbei, sondern blieb vor ihm stehen. Levi sah zu Jesus auf und ihre Blicke trafen sich. Und was sah Levi in diesen Augen? Keine Verachtung, keinen Vorwurf, keinen Ekel und keinen Hass. Er sah einen Blick voller Liebe, der Vergebung, der Annahme und der Freundlichkeit. Dieser Blick von Jesus füllte innerhalb kürzester Zeit ein riesiges Loch in seinem Herzen aus. Ein Verlangen nach Liebe, das schon lange verschüttet war. Eine Liebe, die er nicht mehr für möglich gehalten hatte. Jesus sprach nur zwei Worte – folge mir.
Levi stand auf, sagte zu seinen Kollegen noch schnell – ich bin mal kurz weg – ließ alles stehen und liegen und schloss sich Jesus an. Er hatte die Chance seines Lebens ergriffen und war voller Freude. Das musste gefeiert werden. Deshalb gab er seiner Frau Bescheid und lud alle seine verrufenen Kumpanen ein und gab, zum Unmut der Pharisäer und Schriftgelehrten, ein Fest. Alle sollten sich mitfreuen das Jesus jetzt sein Herr war. Die, die für die Frommen als Abschaum galten, waren für Jesus kranke Menschen, die einen Arzt und Heilung brauchten.
Bestimmt kennst du auch eine Person, die du am liebsten nur von hinten siehst, mit der du nicht gerade in den Urlaub fahren würdest. Ich ermutige dich, nimm sie ins Visier, bete regelmäßig für sie und warte ab, was passiert. Gerade diese Person braucht Jesus. Gott will die vermeintlich Starken zum Raube haben (Jesaja 53).Vielleicht wirst du noch staunen.

~ Jürgen Meyer