Impuls, Sonntag 09. Mai

Der größte Schatz

Ihr Lieben, Antiquitäten stehen zur Zeit wieder hoch im Kurs. Inspiriert durch einen sympathischen schnauzbärtigen Fernsehmoderatoren durchforsten viele Menschen ihre Keller und Dachböden, um verborgene Schätze zu heben. Sie versuchen Kunst vom Krempel zu trennen, um dann Bares für Rares zu bekommen. Nicht selten stehen oder liegen exquisite und wertvolle Gegenstände auf dem Tisch der Experten und dann vor den Händlern und manchmal wird der erwartete Kaufpreis um ein Vielfaches übertroffen. Eine große Freude für die Verkäufer. Der Wert solcher Raritäten hängt hauptsächlich vom Alter, dem Material, dem Zustand, der Funktionstüchtigkeit und dem Bekanntheitsgrad des Künstlers oder Herstellers ab.
Es gibt einen Schatz in dieser Welt, der einzigartig und doch weit verbreitet ist. Der Besitz dieses Schatzes ist in manchen Ländern streng verboten und wird mit Gefängnis, Arbeitslager oder sogar mit dem Tod bestraft. In einigen afrikanischen Ländern wird dieser Schatz zu Beginn eines Gottesdienstes über den Köpfen haltend, singend, tanzend und wertschätzend zum Altar getragen. Das Einzigartige diese Schatzes ist, dass er schon sehr alt und dennoch taufrisch ist. Er funktioniert nach tausenden Jahren noch einwandfrei, dass wird jeder Benutzer bestätigen. Der Bekanntheitsgrad des Urhebers und Schöpfers ist nicht zu toppen, denn er war, er ist und er wird immer sein. Für den Zustand dieses Schatzes ist jeder Besitzer selbst verantwortlich. Leider verstauben viele unberührt und ungeachtet in der hintersten Reihe des Bücherregals.
Für mich ist dieser Schatz unbezahlbar wertvoll und unverkäuflich. Ein Geschenk Gottes an mich, das ich jeden Tag nutze, das mich stärkt, tröstet und mir hilft, die Welt, das Leben und Seinen Willen zu erkennen und zu verstehen. Auch wenn alles erschüttert wird, Sein Wort, die Bibel, steht felsenfest.
Himmel und Erde werden einmal vergehen, aber mein Wort wird nicht vergehen, spricht der Herr (Matth. 24,35).
Ubrigens ist heute,am 23.4 der Tag des Buches.

~ Jürgen Meyer