Impuls, Mittwoch 08. September

Der wunde Punkt

Ihr Lieben, jeder von uns hat einen wunden Punkt. Eine empfindliche Stelle, an der ich verletzlich bin, so wie Achilles an seiner Verse. Wenn diese Stelle angerührt wird, scheint die Wunde immer wieder aufzubrechen, deshalb möchte ich nicht, dass sie angetastet wird. Es gibt also eine Sache, eine Schuld, eine Verletzung oder ein Unrecht, dass mir widerfahren ist, dass mir immer wieder zu schaffen macht. Ein wunder Punkt, der nicht zu heilen scheint.
Leider gibt es Menschen, die sich wohlfühlen, wenn sie einen wunden Punkt haben. Sie können Jammern und Klagen und die Schuld für ihren schlechten Zustand den Umständen oder anderen Menschen in die Schuhe schieben.
Nun ist Jesus als Heiland auf diese Welt gekommen, der, der heil machen will und kann. Er möchte seinen Finger in unsere Wunde legen, aber nicht, um uns weh zu tun, sondern um sie zu reinigen und zu heilen. Das setzt aber unser Ja und unsere Mithilfe voraus. Dieser Heilungsprozess kann schmerzhaft sein und Überwindung kosten. Wenn ich zum Beispiel eine Schuld oder ein Unrecht bekennen, oder einer Person die Hand zur Versöhnung reichen muss. Dabei ist Vergebung ein Schlüssel zur Heilung. Das sollten wir nicht nur immer wieder im Vaterunser beten, sondern auch in Wirklichkeit tun.
Jesus möchte, dass wir keinen wunden Punkt mehr haben, sondern Er zum Mittelpunkt in unserem Leben wird.
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.(Matth. 11,28)

~ Jürgen Meyer