Impuls, Dienstag 07. September

Über den Jordan gehen

Ihr Lieben, wenn etwas kaputt geht oder jemand stirbt, so geht es oder er über den Jordan, so heißt es etwas makaber im Volksmund. Zur Zeit scheint vieles auf dieser Welt über den Jordan zu gehen. Alles, was ziemlich sicher schien, wird erschüttert, geht kaputt oder stirbt. Die Gesundheit vieler Menschen, die Existenz von Firmen und Selbstständigen, die Zukunft unserer Kinder, die Freude am Leben. Alles kommt ins Wanken. Keiner kann helfen oder hat einen Plan.
Oder doch?
In der Bibel ist der Jordan ein ganz besonderer Fluss. Im Jordan taufte Johannes unzählig viele Menschen. Darunter auch Jesus, der sich in die Schlange der Bußwilligen einreihte, obwohl er ohne Sünde war. Dort, am Jordan, erschien der Heilige Geist in Gestalt einer Taube und legte sich auf Jesus und Gott der Vater sprach – dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Als die Israeliten nach vierzig Jahren Wanderung endlich den Weg aus der Wüste fanden, standen sie am Jordan. Gott staute den Fluss und das ganze Volk konnte trockenen Fusses das andere Ufer erreichen. Der Start ins Verheißene Land, in eine neue Zukunft begann.
Ein Mensch ohne Gott befindet sich in einer Wüste, auch wenn es ihm scheinbar gut geht und er es gar nicht weiß. Viele merken das jetzt, wo alles zusammenbricht und noch mehr zusammenbrechen wird.
Ich glaube, Gott möchte die Menschheit gerade jetzt heraus aus der Wüste an den Jordan führen, ihn stauen, das sie hindurchgehen kann. Dort wartet nicht das Schlaraffenland, aber der Beginn eines neuen Weges. Dieser Weg wird kein leichter sein, dass hat das jüdische Volk bis heute erfahren müssen, aber ein Weg unter dem Schutz und der Führung Gottes. Ein Weg in die richtige Richtung, dem Ziel entgegen. Wenn du also über den Jordan gehst, wirst du nicht sterben, sondern leben bis in alle Ewigkeit.
Das verspricht uns Gott in Seinem Wort.

~ Jürgen Meyer