Impuls, Samstag 04. Dezember

Nur über meine Leiche

Ihr Lieben, ich war noch nie der große Held. Schon als Kind zog ich mich ängstlich zurück, wenn es ernst wurde. Ich hatte selten eine eigene Meinung und ging möglichst jeder Konfrontation aus dem
Weg. Deshalb zogen mich Filme oder Geschichten magisch an, wenn in ihnen Helden vorkamen, die für das Gute kämpften, Rächer der Armen waren oder die Welt retteten. Wenn diese Helden dann den Bösen gegenüberstanden fiel oft der Satz : Nur über meine Leiche. Sie wollten sich lieber töten lassen, als nicht ihren Auftrag zu erfüllen oder Menschen im Stich zu lassen.
Ein Held ist für mich nicht unbedingt ein Mensch, der nonstop mit einem Heißluftballon um die Erde fliegt oder eine Weltumsegelung macht, sondern einer, der für seine Überzeugung, seine Berufung oder seinen Glauben sogar sein Leben lassen würde. Ein Mensch, wie der Pestpfarrer von Annaberg, der zu sterbenden pestkranken Menschen ging, um ihnen in den letzten Stunden beizustehen, ohne dabei an seine eigene Gesundheit zu denken. Oder eine Frau, wie Mutter Teresa, die voller Liebe unter Leprakranken in Indien diente. Zur Zeit gibt es Millionen Helden, von denen wir nie etwas erfahren werden. Frauen und Männer, die ihren Glauben an Jesus Christus nicht verleugnen, auch wenn es sie das Leben kostet. Sie erdulden alles, weil sie dem größten Helden aller Zeiten nachfolgen. Dem Helden, der unschuldig und freiwillig sein Leben gab, damit wir gerettet werden. Er bezahlte unsere Schuld, damit wir ewiges Leben bei Gott dem Vater haben.
In Joh. 14, 6 steht :
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, KEINER kommt zum Vater außer durch mich.
Mit anderen Worten :
Nur über meine Leiche. Dabei ist die Leiche Jesu im Grab nicht mehr gefunden worden, weil Er auferstanden ist und lebt.
Ich sehne mich auch heute noch nicht ein Held zu werden, aber mit Jesus an meiner Seite, der uns versprochen hat bei uns zu sein, bis ans Ende der Welt, werde ich durch alle Höhen und Tiefen gehen. Dessen bin ich mir gewiss.

~ Jürgen Meyer