Impuls, Freitag 03. Dezember

Gnade vor Recht

Ihr Lieben, der Erwerb des Führerscheins unserer ältesten Tochter war für sie ein besonderes und eindrückliches Erlebnis. Sie hatte die theoretische Prüfung bestanden und saß nun mit ihrem Fahrlehrer und dem Prüfer im Auto und trat die entscheidende Fahrt an. Alles lief prima und sie freute sich, dass alles so gut geklappt hatte. Als Abschluß der Fahrprüfung sollte sie noch auf einem Parkplatz rückwärts zwischen zwei Autos einparken. Da passierte es. Hätte ihr Fahrlehrer nicht eingegriffen, ware es zu einer Kollision mit einem der parkenden Fahrzeuge gekommen. Das war ’s, nicht bestanden, dachte sie und stieg frustriert, enttäuscht und den Tränen nahe aus dem Fahrschulauto. Sie wartete nun auf das – Nicht bestanden – des Prüfers. Doch wie staunte sie, als sie aus seinem Munde die drei Worte – Gnade vor Recht – hörte. Herzlichen Glückwunsch zum Führerschein. Das konnte doch nicht wahr sein. Jetzt kamen die Freudentränen und eine große Dankbarkeit.
Wenn du dein Leben Jesus anvertraust, wenn du den Retter der Welt, dessen Geburt wir jedes Jahr zu Weihnachten feiern, gibst. Wenn du das Glaubensbekenntnis aus vollem Herzen sprechen kannst, dann steht über deinem Leben – Gnade vor Recht.
Egal was vorher war, welche Schuld du auf dich geladen hast, wie groß der Mist war, den du gemacht hast. Gnade vor Recht.
Gnade vor Recht habe auch ich erfahren, Gott sei Dank, und die Freude und Dankbarkeit hält bis heute an.
Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. ( Klagelieder 3,22)

~ Jürgen Meyer