Impuls, Donnerstag 02. Dezember

Gut geschützt ist halb gewonnen

Ihr Lieben, nicht schon wieder! Um Heu und Stroh für unsere Kaninchen zu holen, muß ich auf den Scheunenboden steigen. Die Balkenhöhe beträgt dort 1.60 Meter. Ich bin 1.80 Meter groß. Ihr ahnt bestimmt, was jetzt kommt. Na klar, wieder habe ich mir eine schöne Platzwunde am Kopf zugezogen und weil ich nicht mit zu üppigen Haupthaar gesegnet bin, ist sie für jedermann mindestens vierzehn Tage sichtbar. Dabei wollte ich mich doch dieses Mal wirklich in acht nehmen. Ich habe mir jetzt vorgenommen, immer meinen Radhelm aufzusetzen, wenn ich auf den Heuboden steige, auch wenn das bescheuert aussieht.
Ihr Lieben, wie oft rennen wir uns in unserem (Glaubens) – leben gegen Balken, fallen in Gruben oder tappen in Fallen, die der Feind uns aufgestellt hat. Wie oft entstehen dadurch Verletzungen, die nicht nur uns selbst weh tun. Eigentlich wissen wir doch, wo diese Hindernisse stehen, weil wir schon oft drüber gestürzt sind. Aber wieder mal sind wir unvorsichtig und ungeschützt gewesen.
Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten und Gewalten, mit Herrschern der Finsternis und mit den Geistern der Bosheit. So steht es im Brief des Paulus im Epheserbrief. Darum empfiehlt er der Gemeinde in Ephesus und auch uns, die volle Waffenrüstung Gottes anzulegen, um als Sieger das Feld zu verlassen. Er schreibt : Steht darum zum Kampf bereit. Umgürtet eure Hüften mit WAHRHEIT, zieht an den Panzer der GERECHTIGKEIT, bindet eure Schuhe fest an eure Füße, bereit das EVANGELIUM weiter zu tragen, habt den Schild des GLAUBENS bei euch, mit dem ihr alle Feuerpfeile des Bösen unschädlich machen könnt und nehmt schließlich den Helm des HEILS und das Schwert des GEISTES, das Wort Gottes.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich weniger verletzlich bin, wenn ich schon früh am Morgen im Gebet diese Waffenrüstung Gottes anlege. Denn nicht nur in der Scheune ist gut geschützt schon halb gewonnen.

~ Jürgen Meyer