Impuls, Mittwoch 01. Dezember

Zeigt her eure Füße

Ihr Lieben, neuerdings gehe ich zur Fußpflege. Das hat mich einige Überwindung gekostet. Aber jetzt ist mir bewusst geworden, wie sehr ich die Pflege meiner Füße bisher vernachlässigt habe. Die Körperteile, die mich schon ein Leben lang getragen haben. Wahrscheinlich deshalb, weil sie so weit vom Kopf entfernt sind.
Im Johannesevangelium Kap. 13,1 steht dass Jesus , kurz vor seiner Gefangennahme während des letzten Abendmahles sein Obergewand ablegte, ein leinernes Tuch nahm und den Jüngern die Füße wusch. Diese ließen das nur ungern geschehen, weil sie nicht wollten, dass ihr Herr wie ihr Diener handelte. Diese Aktion sollte den Jüngern etwas sagen und auch uns heute zum Nachahmen animieren.
Im alten Orient war die Fußwaschung ein Zeichen der Gastfreundschaft und Ehrerbietung den Gästen gegenüber. Sie war hauptsächlich ein Sklavendienst. Ich würde sie heute als Nächstenliebe und Wertschätzung zu meinen Mitmenschen bezeichnen. Wenn schon der Sohn Gottes seinen Jüngern diente, dann sollten wir es erst recht tun. Dabei ist es wirklich ein Lernprozess sich dienen zu lassen, seine, Füße ‚hinzuhalten.
Einen anderen Grund der Fußwaschung erklärt Jesus seinem immer etwas zu forschen Jünger Petrus, der nicht nur seine Füße, sondern gleich den ganzen Körper gereinigt haben wollte. Die Antwort von Jesus :Joh. 13,10
Wer gebadet hat, braucht sich nur noch die Füße zu waschen, ansonsten ist er ganz rein.
Er meint damit, wer das Bad der Wiedergeburt genommen hat.,braucht das nicht noch einmal tun. Das reicht ein Leben lang aus. Die Füße hingegen, die täglich diese schmutzige Erde berühren, müssen immer wieder gereinigt werden. Also weil wir noch in dieser gefallenen Welt leben, beschmutzen wir uns immer wieder mit Sünde, die wir so schnell wie möglich abwaschen lassen sollen. Diesen Schmutz können wir unter dem Kreuz von Golgatha ablegen. Deshalb ist Jesus für uns gestorben.
Mit einem leinernen Tuch, dem Zeichen der Reinheit, trocknete Jesus den Männern die Füße ab. Jetzt konnten sie in jeder Hinsicht gereinigt mit ihren Herrn das letzte Abendmahl feiern.
Ich glaube, Jesus möchte uns heute sagen :
Habt Mut, dient einander, lasst euch dienen und nehmt immer wieder mein reinigendes Blut in Anspruch.

~ Jürgen Meyer