Impuls, Donnerstag 31. Dezember

Alles in Butter auf dem Kutter?
Ihr Lieben, eines der beeindruckendsten Geschichten der Bibel ist für mich die, der Sturmstillung. Im Markusevangelium 4, 35 – 41 heißt es – Am Abend jenes Tages sagte Jesus zu ihnen – laßt uns ans andere Ufer hinüberfahren. Sie ließen das Volk gehen und nahmen Ihn im Schiff mit.
Ans andere Ufer kann verschiedene Bedeutungen haben. Z. B. das Alte zurücklassen, auf etwas Neues zusteuern. Ich will, darf oder muss, aus bestimmten Gründen, etwas Neues beginnen. Dabei kann es vorkommen, dass man ins kalte Wasser geworfen wird, dass sich Sturm und Wellen aufbauen, wie es im Vers 37 zu lesen ist. 1996 habe ich meinen Beruf gewechselt,und ich wusste, dass es Gottes Führung war. Ich war jetzt Friedhofmeister und hatte mein erstes Erdgrab (mit der Hand) auszuheben. Mein Sturm und meine Wellen zeigten sich in 60 Zentimeter starken Frost, den ich mit Hammer, Meißel, Hacke und Schaufel zu durchdringen hatte. Am liebsten hätte ich gleich wieder einen Rückzieher gemacht, aber mit einem – oh Herr hilf – habe ich mich dann doch an die Arbeit gemacht und es nach zwei Tagen, etlichen, durchgeschwitzten Unterhemden und einem gefühlten Gewichtsverlust von 10 Kilo, geschafft. Ich wusste und spürte, ich hatte Jesus im Boot.
Die Jünger weckten Jesus, als die eigenen Kräfte am Ende waren, kurz vor der Katastrophe. ER stand auf, bedrohte den Wind und befahl dem Meer – Schweig und verstumme – und der Wind legte sich und es wurde ganz still. Dann sagte Er zu ihnen – warum seid ihr so ängstlich und habt kein Vertrauen?
Wenn wir gerade jetzt durch stürmische Zeiten gehen, sollten wir unbedingt darauf vertrauen, dass Jesus im Boot ist und am besten, wir wecken Ihn nicht erst, wenn gar nichts mehr geht, sondern vertrauen Ihn jeden neuen Tag an. Mit Ihm im Boot kommen wir trotz Sturm und Wellen sicher ans andere Ufer. Also vertrauen wir Jesus, dann wird es auch in unserem Herzen ganz still.

~ Jürgen Meyer