Impuls, Mo 25. Mai

Ihr Lieben, beim Aufräumen meiner Garage habe ich ich vor kurzem einen halben Sack Streusalz gefunden. Leider war er nicht ganz luftdicht abgeschlossen. Erfahrungsgemäß kann man das Salz dann wegwerfen, weil es seine Kraft verloren hat. Schade drum, habe ich mir gedacht. In den Evangelien sagt Jesus zu seinen Jüngern, dass sie Licht und Salz auf dieser Erde sein sollen.
Ich glaube, dass wir in dieser düsteren und faden Zeit uns als Licht und Salz zu erkennen geben sollten. A Meinung ham und zu ihr stehn – heißt ein starker Song von Andreas Gabalier und Xavier Naidoo, der es genau trifft. Ich bin sehr traurig, dass der Kirche in unserem Land vielerorts die Würze verlorengegangen ist. Die Unterschiede zur,, Welt“ verschwinden immer mehr. Das Wort Gottes wird immer mehr verwässert und die Angst bei den Menschen anzuecken wird immer größer. Toleranz ist das große Schlagwort. Ein großer Teil unserer Kirche kommt mir vor wie ein Sack Salz, bei dem immer mehr Luft rankommt.
In Matthäus 5, 13 steht –
Ihr ( Christen) seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, wie soll es seine Kraft wiedergewinnen? Man kann es nur auf die Straße schütten, wo es von den Menschen zertreten wird. Gott sei Dank gibt es aber auch heute Gefäße, die noch luftdicht sind, wo das Salz noch würzig ist, wo das Wort Gottes noch in Wahrheit und Klarheit gepredigt wird. Ich möchte lieber das Salz in einem kleinen Salzstreuer sein, zu dem man gerne greift und der die Speisen würzt, als auf die Straße geworfen und zertreten zu werden. Auch darin ist mir Jesus ein großes Vorbild. Er hat sich nichts aus der Meinung der Menschen gemacht. ER hat keine Angst gehabt und ist den Weg des Gehorsams gegangen und sein Vater war stolz auf Ihn.

~ Jürgen Meyer