Impuls, Di 21. April

Ihr Lieben, alles was Kinder tun, sei es Gutes oder Schlechtes, kommt irgendwie auf ihre Eltern zurück. Wenn ein Kind sich vorbildlich verhält, die Erwachsenen grüßt und immer hilfsbereit ist, dann heißt es, ordentlich erzogen. Ja bei den Eltern. Wenn dagegen ein Kind beim Stehlen erwischt wird, sich in der Schule unmöglich verhält und immer nur negativ auffällt, dann wird gefragt, was muss das wohl für Eltern haben.
Man kann seine Eltern durch sein Verhalten ehren, aber auch blamieren. Ich möchte euch eine lustige Episode erzählen, in der ein kleiner Junge seine Eltern bis auf die Knochen blamiert hat.
Als einer meiner Cousins (heute keine Namen) drei oder vier Jahre alt war machten seine Eltern und seine große Schwester einen Sonntagsausflug. Der Höhepunkt war ein Mittagessen in einer noblen Gaststätte. Nach dem der Ober die Bestellung aufgenommen hatte, wurde es dem Jungen wahrscheinlich etwas zu langweilig. Wie aus dem Nichts stellte er sich plötzlich auf seinen Stuhl und rief so laut er konnte – Achtung! Die Gäste in dem vollbestzten Lokal unterbrachen das Essen und ihre Gespräche und richteten ihre Blicke auf den Jungen, der mit einem breiten Grinsen einen gewaltigen Pups aus seinem kleinen Hintern ließ. Da ich nicht dabei war, kann ich auch die Reaktion des Publikums nicht beschreiben, aber von meiner Tante weiß ich, dass sie sich in Grund und Boden geschämt hat. Ich glaube, bei diesem Essen gab es kein Dessert und die Predigt die der kleine Kerl draußen vor dem Lokal von seiner, sonst sehr auf Etikette bedachten Mutter, zu hören bekam, hatte bestimmt nichts mit dem Hohen Lied der Liebe zu tun.
Natürlich war dem Knirps nicht die Tragweite seiner Aktion bewusst, aber es ist mir ein Beispiel, wie wir manchmal durch unser Verhalten, Gott Unehre machen und Ihn in ein schlechtes Licht rücken. Wenn Menschen wissen, wir sind Christen, leben aber so, als gäbe es Gott überhaupt nicht und jagen nach Geld, Erfolg und Anerkennung, dann wirkt unser Glaube nicht gerade anziehend. Und der will Christ sein?, wird getuschelt. Natürlich machen wir Fehler und sind nicht besser als andere, aber wie wir mit unseren Fehlern und Schwächen umgehen, soll sichtbar werden und unseren PAPA Ehre machen. Der verlorene Sohn hat seinen Vater durch seine Lebensweise nicht geehrt, aber sein Vater, Gott, hielt trotzdem jeden Tag, mit offenen Armen, Ausschau nach seinem geliebten Kind. Und als es zurück kam umarmte und küßte er es und ein großes Fest wurde gefeiert. Was für ein Vater, was für ein Gott. Gib IHM alle Ehre.

~ Jürgen Meyer