Impuls, Mo 20. April

Ihr Lieben, es ist schon beeindruckend, wenn die brasilianische Fußballnationalmannschaft einläuft. Hintereinandergehend, den Kopf gesenkt und eine Hand auf der Schulter des Vordermanns. Dann die Nationalhymne nicht nur gesungen, sondern förmlich in die Welt hinausposaunt, jetzt die Hand am Herzen. Dann vor dem Anpfiff im Kreis stehend, betend, vom Kapitän noch einmal eingeschworen. Alle auf einem Lavel, in einem Geist, zum Kämpfen und Siegen bereit. Einer für alle und alle für einen. Das beeindruckt schon, besonders den Gegner. Solche Rituale sind jetzt allgemein in den meisten Mannschaftssportarten üblich. Leider musste zu meiner Zeit ein dreifaches Sport Frei genügen. Ich finde den Vergleich passend für die Gemeinde, der Mannschaft Gottes. Eines Geistes sein, gut gelehrt und trainiert, jeder auf seiner Position, zu Kämpfen und Siegen bereit. Ist einer verletzt oder hat eine rote Karte bekommen, kämpfen die anderen für ihn mit, vereint und mit doppelter Kraft. Der Trainer legt die Strategie fest, damit Ordnung auf allen Positionen herrscht und der Gegner einen nicht überraschen kann. Wenn dann alles passt, die Mannschaft zusammenhält, auf den Trainer hört, einer auf den anderen acht gibt und gegebenenfalls dessen Fehler ausbügelt, dann kann auch einmal ein Spiel mit 7:1 verlorengehen, aber die Meisterschaft ist deswegen noch lange nicht in Gefahr. Lasst uns im Kreis (Hauskreis, Gebetskreis, Jugendkreis, Seniorenkreis) eng im Geist zusammenstehen, wenn es zur Zeit auch schwierig ist. Unterstützen wir uns einander, wenn einer zu fallen droht, weil er gefoult worden ist. Wir werden Meister, sicher! Die Meisterschaftsfeier wird schon vorbereitet, der Pokal (der Siegeskranz) angefertigt. Auf alle Spieler wartet eine große Belohnung.
Willst du noch mitspielen? In der Kabine ist noch viel Platz und Dresse sind noch genug am Lager. Bei uns putzt dir der Trainer sogar die Schuhe und wäscht dir die Füße. Glaube mir, in der Meistermannschaft mitzuspielen ist so genial. Ich spiele schon lange mit, aber ich bin noch kein bisschen müde.

~ Jürgen Meyer