Impuls, Samstag 19. Dezember

Worum dreht es sich eigentlich?

Ihr Lieben, seit dem 1. Advent drehen sie sich wieder, unsere Pyramiden. Sie gibt es ja in den unterschiedlichsten Varianten. Die kleinen niedlichen, die großen mehrstöckigen, die bunten und die naturbelassenen, die mit Kerzen angetriebenen und die elektrischen. Von Kunst bis Kitsch ist alles zu haben. Dabei scheint jede Pyramide ihren eigenen Charakter zu haben. Einige bewegen sich schon willig, nachdem man die erste Kerze angezündet hat, andere muss man förmlich betteln und von Zeit zu Zeit mit dem Finger nachhelfen. Wieder andere drehen sich nach Lust und Laune. Das verstehe wer will. Ich habe schon Pyramiden gesehen, die sollten ursprünglich wahrscheinlich ein Ventilator werden. Es ist schon fast eine Kunst, die Figuren zu erkennen, die im rasendem Galopp an einem vorbeihuschen. Man bekommt Sorgen, dass die Heilige Familie, die Könige, die Hirten, Schafe, Ochs und Esel nicht aus der Kurve getragen werden.
Vor Jahren hat mir meine liebe Frau erklärt, dass es im Sinne des Erfinders war, dass Maria und Josef mit dem Kind in der Krippe, im Zentrum der Pyramide fest angebracht wurden, und alle anderen Figuren sich um sie drehten.
Heute gibt es zum alljährlichen Pyramidenanschieben zwar Bratwurst und Glühwein, aber oft ist in der Pyramide das Kind in der Krippe nicht mehr zu finden. Man findet das Geburtstagskind, Jesus, nicht. Man hat Ihn vergessen oder will Ihn bewusst nicht. Dabei will Er nicht nur eine Randfigur, eine Figur zwischen Ochs und Esel sein,sondern die Mitte, nicht nur auf der Pyramide, sondern in unserem Leben. Für die meisten Menschen ist das Leben nur noch ein Rennen und hektisches Treiben, gerade in der Weihnachtszeit, gewesen. Sie hatten zu tun, dass sie nicht aus der Kurve oder Bahn geworfen wurden. Jetzt, wo die große Pyramide fast zum Stehen gekommen ist, merken viele, dass die Mitte, der Sinn in all dem Ganzen, der Sinn des Lebens fehlt. Jesus möchte die Mitte unseres Lebens sein. Nicht nur ein Denk- oder gar Mahnmal, nicht eine tote Statue, sondern der Fels,das Fundament, auf dem wir unser Lebenshaus bauen können. Der Eckstein, der alles zusammenhält. Unser ganzes Leben soll sich um Ihn drehen. Ich glaube, es ist gerade eine günstige Zeit, Jesus in deine Lebensmitte zu holen, sich bei Ihm fest zu machen. Das ist im Sinne des Erfinders.

~ Jürgen Meyer