Impuls, Mo 18. Mai

Ihr Lieben, du bist genau wie dein Vater oder jetzt kommt deine Mutter mal wieder so richtig durch. Das sagen manchmal Partner, wenn sie Ärger aufeinander haben. Also die negativen Eigenschaften, die ich abschütteln wollte, kommen immer wieder zum Vorschein. Das, was mich selbst bei meinen, Eltern genervt hat, holt mich wieder ein. Solche Sätze tun besonders weh, weil ich weiß, dass sie größtenteils der Wahrheit entsprechen und ich merke, es ist gar nicht so einfach, das negatives Erbe hinter sich zu lassen.
Nun fällt ja bekanntlich der berühmte Apfel nicht weit vom Stamm und es ist schon lustig, dass man rein äußerlich seinem Vater oder seiner Mutter im Alter immer ähnlicher wird. Dagegen kann man ja auch kaum etwas tun, aber es gibt eine Möglichkeit, dieses negative Erbe Stück für Stück abzubauen. Meine Frau und ich, wir haben uns versprochen, Sätze wie – du bist wie dein Vater oder du bist wie deine Mutter – nicht mehr an den Kopf zu werfen, weil sie nicht gerade beziehungsfördernd sind, und Situationen nicht entspannen. Wenn schon der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, so kann man doch einige Äste veredeln, indem man die schlechten vererbten Angewohnheiten Gott immer wieder hinhält, dass ER sie wegschneidet und mir Seine guten Eigenschaften dafür einpfropft. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Es ist so wunderbar, dass wir mit allem, was uns zu schaffen macht, im Vertrauen zu unserem himmlischen Vater kommen können. ER hilft gern. Schon in den Sprüchen steht – die (Ehr) – Furcht vor Gott ist der Anfang der Weisheit und der Erkenntnis.
Der Idealfall wäre, wenn dein Partner einmal sagen würde, – du wirst deinem himmlischen Vater immer ähnlicher.

~ Jürgen Meyer