Impuls, Fr 17. April

Ihr Lieben, es gibt einen alten Spruch, der heißt :
Drei Dinge soll ein Mann in seinem Leben tun, ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Ich habe diese Aufgaben mit Bravour gemeistert. Ich habe ein Haus gebaut, fünf Kinder gezeugt und mit meiner Familie und der Familie meines Schwagers zweitausend Bäume geplanzt. Es gibt in unserem Leben viele kleine und große Herausforderungen, die wir meistern müssen und viele Ziele, die wir erreichen müssen. Da sind z. B. der Schulabschluss, das Erlangen des Führerscheins, das Gründen einer Familie, einmal im Leben einen Marathon zu laufen usw. usw. Es gab und gibt Menschen, die ihr halbes Leben eingesetzt haben und einsetzen, um eine geniale Erfindung zu machen. In der Bibel gab es einen Mann, der sein ganzes Leben auf einen Moment, sein Ziel, gewartet hatte.
Lk. 2, 25 – 35
Nun lebte damals ein Mann in Jerusalem mit Namen Simeon
Er war ein gerechter Mann von tiefer Frömmigkeit und wartete auf den,, Trost Isreals “. Der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er würde den Tod nicht sehen, bevor er nicht den Gesalbten des Herrn gesehen habe. Vom Heiligen Geist getrieben, kam er gerade jetzt in den Tempel, als die Eltern das Kind Jesus hineintrugen, um das zu tun, was nach dem Gebrauch des Gesetzes üblich war
Da nahm er es auf die Arme und pries Gott mit den Worten :,, Nun entlässt du, o Herrscher, deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden, denn meine Augen haben dein Heil gesehen….”.
Maria und Josef trugen das kleine Jesuskind, nach der Reinigung der Maria, zur Weihung, so wie es im Gesetz vorgeschrieben war, in den Tempel. Simeon hatte von Gott die Zusage, dass er nicht eher sterben würde, bis er den Retter der Welt mit eigenen Augen sehen würde. Weil es bei Gott keine Zufälle gibt, begegnen sich die vier und Simeon erkennt in dem kleinen Jesus den Messias sofort. Ich stelle mir vor, wie die schon trübe gewordenen Augen des alten Mannes anfangen zu leuchten. Er nimmt Jesus in seine Arme, er segnet Ihn und seine Eltern. Er hatte lange warten müssen und war jetzt am Ziel seines Lebens. Jetzt konnte er in Frieden sterben. Du bist in deinem Leben am Ziel wenn du Jesus aufnimmst, dann kannst du nicht nur im Frieden sterben, sondern erst einmal in Seinem Frieden leben. Das braucht nicht erst im hohen Alter sein, sondern viel früher. Ich ermutige dich, nimm Ihn auf deine ,Arme ‘, in dein Herz und du hast Frieden mit Gott, im Leben, wie im Sterben. Gott hat
,,zufällig “eine Begegnung mit dir vorbereitet. Freue dich und nimm Ihn auf.

~ Jürgen Meyer