Impuls Do, 16. April

Ihr Lieben, das Leben ist kein Ponyhof. Dieser Satz wird im deutschsprachigen Raum häufig gebraucht, um auszudrücken, im Leben fällt einem nicht alles in den Schoß, sondern oft ist es ein Kampf. In dieser angespannten und unübersichtlichen Zeit ein Überlebenskampf. Dabei denke ich an Länder, die nicht so sozial abgesichert sind wie wir in Deutschland. Ich denke da an ein Land wie Uganda, das ich kennen und lieben gelernt habe. Die Menschen in diesem Land werden in ihre Häuser und Hütten getrieben, obwohl es noch keinen einzigen Coronatoten gegeben hat. Dazu kommt noch eine Teuerung der Lebensmittel. Ein Volk, dessen Leben sich hauptsächlich auf belebten Straßen abspielt, wird eingesperrt und ihrer Lebensfreude beraubt. Ich glaube, es reicht nicht mehr aus
,, nur “für diese Menschen zu beten, sondern, wer es kann, von seinem noch Überfluss abgeben. Wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst, sagt Jesus. Paulus sammelte in vielen Gemeinden, die er besuchte, Opfer für die verarmte Gemeinde in Jerusalem, die sie dringend benötige.
Es ist schön, wenn wir die Freude unsrer Kinder und Enkelkinder sehen, wenn sie die, von uns versteckten Osternester finden, aber wisst ihr wie beeindruckend es ist, wenn du siehst, wie sich Menschen freuen und sie dir per Smartphone live zeigen, wie sich dein Geld innerhalb kürzester Zeit in Lebensmittel verwandelt hat? Wie sie dir fröhlich danken und dich segnen? Es hat für mich oft einen bitteren Beigeschmack, den ich nicht gleich loswerde, wenn ich weiß, du hättest jetzt helfen können, hast es aber nicht getan. Die gute Gelegenheit verpasst. Wenn du jetzt angesprochen bist, dann hör auf dein Herz und gib dorthin, wo du denkst, dass es gebraucht wird.
Sei wie eine Kerze, die sich verzehrt, bis kein Wachs mehr da ist. Sie hat die Zeit, in der sie existierte, für ihre Umwelt geleuchtet und gewärmt. Gottes Lohn ist dir sicher, spätestens im Himmel.

~ Jürgen Meyer