Impuls, Fr 15. Mai

Ihr Lieben, wer seinen Führerschein machen will, muss erst einen Erste Hilfe – Kurs absolvieren. Meiner ist schon etwas länger her, aber ich kann mich noch erinnern, dass wir die stabile Seitenlage, Wiederbelebungstechniken und Druckverbände anlegen , trainieren mussten. Hoffentlich muss ich das mal nie im wahren Leben anwenden, habe ich mir damals gedacht. Aber eines Tages war es dann doch passiert. Auf einer Landstraße krachte plötzlich hinter meinem Motorrad ein PKW gegen einen Baum. Ohne groß nachzudenken holte ich den benommenen Mann aus seinem Auto, legte ihn in stabiler Seitenlage auf die benachbarte Wiese und informierte den Notarzt und die Polizei. Man hat mir bescheinigt, dass ich alles richtig gemacht hätte. Ich hatte also mein erlerntes Wissen im Ernstfall anwenden können.
Wenn ich daran denke, was Jesus damals seinen Jüngern und den Christen zu allen Zeiten und heute auch mir für einen Auftrag gegeben hat, dann habe ich mich bis jetzt immer geschämt, weil ich dachte, hoffentlich brauche ich das nicht wirklich so bald anwenden. Ich kenne den Missionsbefehl und bin doch bis jetzt so feige gewesen, ihn zu umzusetzen. Vielleicht ist Jesu Handeln durch mich nicht die Erste, sondern die Letzte und entscheidende Hilfe für das Leben eines Menschen. Mein Gebet ist, dass mein Herz noch mehr für die Verlorenen brennt und ich mutiger werde, die Gute Nachricht weiter zusagen. Dass ich das in der Bibel Erlernte im Glauben in die Praxis umsetze. Ich habe nichts zu verlieren, aber mein Nächster kann dadurch alles gewinnen. GOTT schenke mir durch Jesus zu meinem Wollen Sein Vollbringen, denn ER sagt – Sei mutig und stark, ich der Herr dein Gott bin mit dir, bei allem, was du tust. (Josua 1,9)

~ Jürgen Meyer