Impuls, Mi 13. Mai

Ihr Lieben, es gibt auch heute noch ausgelernte Handwerksgesellen – hauptsächlich Zimmerleute – die auf die
, Walz ‘gehen. Ich habe gelesen, dass es in Deutschland jährlich noch ungefähr vierhundert junge Männer sind. Diese abenteuerlustigen Kerle wollen was erleben und das Erlernte bei verschiedenen Meistern ihrer Zunft anwenden und perfektionieren. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses freie Leben viele schönen Seiten hat, es aber auch oft durch Härten gehen wird. Man darf sich unter anderem in diesen drei Jahren und einem Tag seinem Heimatort nicht mehr als fünfzig Kilometer nähern, fast alle Strecken zu Fuß zurücklegen und noch zig andere Regeln beachten. Heimweh kann sich dann zu einem richtigen Schmerz entwickeln und nicht alles, was man erlebt, wird einen positiv beeinflussen. Auf jedem Fall werden diese drei Jahre sehr intensiv und prägend sein.
Auch Jesus war in den drei Jahren seines Wirkens von seinem himmlischen Zuhause getrennt. Doch ER war nicht auf dieser Erde unterwegs, um von den Menschen zu lernen, sondern die Menschen sollten von Ihm lernen. Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich das Neue Testament lese, in welcher Geradlinigkeit und Autorität Jesus über diese Erde ging. ER war in seinem Auftreten unwiderstehlich und trotzdem ruhig und gelassen. ER wirkte kraftvoll und heilend, liebte die Menschen, besonders die Kinder. SEINE Worte hatten Kraft. ER war sanftmütig und von Herzen demütig. ER war ohne Sünde und sein Wesen wirkte ausgesprochen anziehend. ER stillte Stürme und weckte sogar Tote auf. In seiner übermenschlichen Liebe ging ER sogar für uns Menschen ans Kreuz und vergab dabei auch noch seinen Peinigern. Was für ein Mensch, was für ein Gott. Von Jesus lernen heißt Siegen lernen.

~ Jürgen Meyer