Impuls So, 12. April

Ihr Lieben, ich war als Kind nicht gerade eine Leseratte, aber ein Buch habe ich geliebt. Die Märchen der Gebrüder Grimm. Jetzt kann man über das Lesen von Märchen geteilter Meinung sein, gerade als Christ. Meine Frau und ich, wir haben unseren Kindern bewusst keine Märchen vorgelesen. Ob das richtig oder falsch war, wir wissen es nicht. Aber was mich als Kind an Märchen fasziniert und begeistert hat ist, dass am Ende immer das Gute über das Böse gesiegt hat.

Auch wenn das Rotkäppchen und die Großmutter vom Wolf gefressen wurden, zum Schluss waren alle glücklich, lebendig und munter und der Wolf war tot. Auch wenn Hänsel und Gretel von der Hexe verspeist werden sollten, zum Schluss waren alle gesund und die Hexe tot. Bei vielen Geschichten wurde der Prinz oder die Prinzessin in ein hässliches Tier verzaubert, aber durch die hingegebene durchhaltende Liebe eines Menschen wurde der Bann gebrochen und der Zauber war vorbei. Die Liebe hatte gesiegt.

Wir haben früher gedacht, wir können unseren Kindern die Grausamkeiten in den Märchen nicht zumuten, aber wisst ihr, die Grausamkeiten, die man Jesus angetan hat, sind kaum zu überbieten. Verraten, wie ein Verbrecher gefesselt und abgeführt, angespuckt und geschlagen, eine Krone aus spitzen Dornen auf sein Haupt gedrückt, bestialisch ausgepeitscht bis auf’s Fleisch und dann wie ein Mörder an ein Holzkreuz genagelt, um dann unter dem höhnischen Gelächter der Menschen qualvoll zu sterben.
Für die Menschen, die ER so sehr liebt. ER ließ sich schlachten wie ein Lamm, für mich, für dich, für uns alle. Aber durch sein Leiden und Sterben ist der Bann gebrochen, das Böse besiegt. Am dritten Tag ist ER auferstanden. ER lebt und wir sind befreit. Und das ist kein Märchen.

GOTT
SEI
DANK!

~ Jürgen Meyer