Impuls, Mo 04. Mai

Ihr Lieben, dich hat mir der Himmel geschickt – ist ein Satz, der ausdrückt, dass ich unverhofft Hilfe bekommen habe. Eine Person, die scheinbar Gott geschickt hat, haben Freunde von mir und ich gestern kennengelernt. Hochintelligent und tiefgläubig, so würde ich in Kurzfassung diesen Mann beschreiben. Kurzfristig, aber von Höchster Stelle schon lange vorbereitet, begegneten wir einen schlanken drahtigen Mann, der trotz seiner über siebzig Jahre noch vor Energie strotzte. Wir hatten ein Treffen arrangiert, weil er uns bei unseren visionären Plänen unterstützen wollte. Während unserer Gespräche spürten wir, wie eine tiefe Heimatverbundenheit, die lange verschüttet gewesen war, zum Vorschein kam. Er erzählte uns mit leuchtenden Augen von Kindheitserinnerungen und von seinem Verlangen, dem guten Erbe, das seine geliebten Vorfahren hinterlassen haben, wieder ein Gesicht zu geben, um das gute Werk, das sie früher aufgebaut hatten, weiter zu führen. Ohne es auszusprechen, ließ er erkennen, dass er sich von Gott gebrauchen lassen wollte, um seinem Geburtsort Gutes zu tun. Der wiederholte Blick zur Kirche und seine Paul Gerhard – Kenntnisse ließen seine tiefen Wurzeln im Glauben erkennen. Es war ein sehr erfrischendes und fruchtbares Miteinander und wir wissen noch nicht, was Gott daraus macht, aber es hat mich sehr ermutigt, unsere Träume und Visionen Gott hinzulegen und im Vertrauen loszugehen. Gott öffnet dann Türen, von denen wir nicht einmal wußten, daß es sie gibt. Wenn wir im Glauben starten, hilft ER uns in einer Art und Weise, dass wir nur staunen können.
Dieser tolle Mann erzählte uns aus seinem Leben, daß er einen Sohn hat, der ihm viel Freude machte und das er sehr stolz auf ihn wäre.
Gibt es etwas Schöneres, als wenn ein Vater stolz auf seinen Sohn und seine Tochter ist?
Ich möchte diesen Mann nicht vergöttern, aber ich erkannte in ihm göttliche Züge, die so wohl taten.
Ich bete dafür, daß Gott die Heimatliebe, die bei so vielen Menschen noch verschüttet ist, freilegt. Zu der Heimat, die wir bei IHM haben. Daß sie DICH als ihren Vater erkennen und sich auf den Heimweg machen. Unser Ziel ist nicht Santiogo de Compostela, sondern die Gegenwart in Deinem Reich. Und ich bete, dass ER uns Gnade schenkt und uns bei der Ankunft auf die Schulter klopft und sagt – Gut gemacht, meine Kinder, ich bin stolz auf euch.

~ Jürgen Meyer