Impuls, Mi 03. Juni

Ihr Lieben, Spazierengehen gehörte nie zu meinen Lieblingsaktivitäten. Durch die Arbeit meiner Eltern in der Landwirtschaft war es auch fast nie möglich und wenn, dann gab es für mich nichts Langweiligeres. Diese langsame Gangart, das Stehenbleiben und das viele Gerede war für mich, als Kind, eher eine Last als eine Lust. Ich hatte schnelle Beine und die wollten rennen und nicht schleichen. Das erste Mal, dass ich Gefallen am Spazierengehen hatte, war, als ich meine erste Freundin hatte. Jetzt kam das erste Mal richtige Freude am Spazierengehen auf. Langsam Hand in Hand gehen, stehen bleiben… reden, machten auf einmal Spaß und es mussten auch keine asphaltierten Wege sein, auf denen wir gingen. In1. MOSE steht geschrieben – Gott ging in der Kühle des Abends im Paradies spazieren. Ich stelle mir vor, wie ER langsam durch diesen wundervollen Garten schritt und sich an allem freute, was ER geschaffen hatte. Total entspannt und in völliger Ruhe genoss ER die Farben und Düfte und die Harmonie der Pflanzen und Bäume. Der himmlische Vater hatte alles wunderbar vorbereitet, um diese Herrlichkeit mit seinen Kindern zu teilen. Wir wissen, es kam alles ganz anders. Die Menschen mußten durch ihren Ungehorsam das Paradies verlassen. Aber das Tor bleibt nicht für immer verschlossen. Durch das Opfer am Kreuz von Golgatha, schenkt ER uns die Möglichkeit umzukehren und einmal mit IHM im Paradies spazieren zu gehen, denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß ER Seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Joh. 3,16).
Ich habe gelernt, bewusst mit Gott spazieren zu gehen. Für mich gibt es nichts Schöneres, weil ER meine große Liebe geworden ist. Ein Gott, der in Seiner Herrlichkeit spazieren geht und auf seine Kinder wartet, ist ein guter Gott und ein barmherziger Vater. ER erwartet auch dich.

~ Jürgen Meyer