Impuls, Fr 03. Juli

Ihr Lieben, vor etlichen Jahren waren wir in Donaueschingen und standen an der Quelle der Donau. Dort, wo sich Breg und Bregach vereinigen beginnt die Reise einer der größten Flüsse Europas. Es ist schon faszinierend, an der Stelle zu stehen, wo die Donau startet, um dann nach 2850 Kilometern ins Schwarze Meer zu münden. Was erlebt dieser Fluss in dieser Zeit alles. Wieviel Dörfer, Städte und Länder passiert er. Wieviele Auen und Wälder teilt er mit seinem Wasser. Immer wieder wird er von Bächen und kleineren Flüssen genährt und gespeist und nimmt an Größe zu. Wie oft muss er sich um Hindernisse winden. Oft wird er künstlich eingeengt, dann kann er sich wieder natürlich ausbreiten. Einmal nimmt er als Stromschnellen Geschwindigkeit auf, dann gleitet er kaum sichtbar dahin. Manchmal scheint er als Wasserfall ins Bodenlose zu fallen, um dann wieder mit Sauerstoff angereichert seine Reise fortzusetzen. Er ist der Lebensraum für viele Fische und andere Tiere und versorgt die Industrie und Landwirtschaft mit dem so wichtigen Wasser. Auch wenn er manchmal von Abwässer verschmutzt wird, gleitet er am Ende seiner Reise satt in das auf ihn wartende Meer, und kommt dort zur Ruhe.
Auch unser Leben gleicht einem Fluss. Durch die Vereinigung von unserem Vater und unserer Mutter und dem absoluten Ja unseres Himmlischen Vaters begann unser Leben zu fließen. Ob als
,, Unfall”oder gewollt, Gott kannte uns schon ehe wir gezeugt wurden, so steht es in der Bibel. ER sah und sieht, wie unser Leben bis jetzt verlaufen ist. Die guten und die schlechten Zeiten, die Umwege, die wir gegangen sind. Die Zeit, wo wir ins Bodenlose gefallen und dann wieder gestärkt herausgekommen sind. Er sah es, als uns geholfen wurde, oder wir anderen zum Segen wurden. Er bekam auch mit, als Schmutz unser Leben kam. Gott wollte schon immer und will auch gerade jetzt, dass wir unser Leben mit IHM teilen, weil es IHM nicht egal ist, wie es uns geht.
ER hat uns erschaffen und möchte, dass wir am Ende unseres Lebens ins unendliche Meer Seiner Liebe einmünden und dann bei IHM zur Ruhe kommen. Wenn es die Donau nicht gäbe, wäre die Welt um vieles ärmer. Ob du es glaubst oder nicht, auch wenn es dich nicht gäbe, wäre die Welt um vieles ärmer, denn du bist einmalig und nicht ohne Grund auf dieser Erde.

~ Jürgen Meyer