September 2021

Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. ~ (Psalm 98, 1)

Ist das nicht eigentlich der Spruch für Kantate, was meist an einem Sonntag im Mai ist und wir haben doch September? Das ist richtig, aber September ist der Monat, in dem vieles „neu beginnt“. So beginnt nach der Ferienzeit die Schule wieder, für manche Kinder überhaupt der erste Schultag, andere kommen in eine neue Klasse, eine neue Schule oder für manche beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit Ausbildung oder Studium. Vielleicht könnten Sie persönlich diese Aufzählung fortsetzen.

Auch in unserer Kirchgemeinde beginnt vieles wieder neu.

Die Christenlehre, die Kinderkreise, die Kinderchöre, das Konfi-Projekt…. wollen wir in bewährter Weise fortführen. Die Seniorenkreise von Leubsdorf und Borstendorf haben sich während der Sommerzeit getroffen und in Schellenberg wollen wir im September neu starten, wie Sie in einem extra Beitrag lesen können.

Und nun zum Singen: Die Kirchenchöre von Leubsdorf und Schellenberg wollen mit Andreas Langer wieder zu den gewohnten Zeiten proben und laden dazu neue Sängerinnen und Sänger ganz herzlich ein. Die Borstendorfer haben schon begonnen, so bald dieses möglich war. Wie Sie in einem weiteren Artikel lesen können, ist auch da vieles neu.

Im September feiern wir in unseren festlich geschmückten Kirchen die Erntedankfeste und wollen die Gaben dann wieder an die bekannten Einrichtungen geben. Neu ist dabei vielleicht, dass wir mit den Geldspenden verschiedene Projekte unterstützen wollen.

Bei all diesen Vorhaben möchte ich aber vor allem an das Wort von Jesus aus unserem Beitrag vom August erinnern: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“

So wollen wir unsere Zuversicht auf IHN setzen, auch wenn manche unserer Pläne durchkreuzt werden.

~Christine Weise

August 2021

Wir schaffen das! Wirklich?

Ihr Lieben,

das immer wieder von höchster Regierungsstelle zu hörende – „Wir schaffen das!“ – ist ganz bestimmt ernst und ehrlich gemeint. Es soll zum Mutmachen dienen und uns Menschen zum gemeinsamen Kampf durch Solidarität und Befolgung der Anweisungen inspirieren. Wir versuchen alles Menschenmögliche, um die Schwierigkeiten und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die sich uns in den Weg stellen und uns zu schaffen machen. Wir investieren viel Zeit, Geld und Kraft um zur Normalität zurück zu kehren, lassen aber einen wesentlichen Aspekt außer Acht.

„Ohne mich könnt ihr nichts tun“, sagt Jesus. Er meint damit, alles was wir ohne IHN tun, führt am Ziel vorbei und schadet uns letztendlich selbst. Wenn wir Gott in unser Leben nicht mit einbeziehen, sind wir zum Scheitern verurteilt, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. In den Hinterhöfen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft usw. quellen die Abfallbehälter und Schrottcontainer über, an denen wir bald zu ersticken drohen. Die Nebenwirkungen unseres Handelns holen uns immer schneller ein. Wir wirtschaften im wahrsten Sinne des Wortes „auf Teufel komm raus“, lassen aber Gott, der uns alles zur Verfügung gestellt hat, außen vor. Das ist nicht nur traurig, sondern gelinde gesagt, unklug. Wir schaffen es eben nicht allein, da hilft auch keine vorbildliche Mülltrennung oder eine angestrebte Reduzierung der CO2-Werte.

„Alles, was ihr tut, in Gedanken, Worten und Werken, das tut alles in meinen Namen“, schlägt uns Jesus vor. Wenn wir das beherzigen, bekommt unser Leben Sinn, Halt und Ordnung, im privaten, wie im gesellschaftlichen Bereich. Denn „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben und keiner kommt zum Vater außer durch mich“, sagt Jesus auch und gerade heute zu dir und zu mir. Gott schenkt immer noch Gnadenzeit. Wir sollten sie nicht verstreichen lassen.

Glaubt mir, wir schaffen das, wirklich – aber nur mit IHM!

~ Jürgen Meyer

Juli 2021

Herzlichen Dank!
vielen herzlichen Dank allen, die zur Verabschiedung (Entpflichtung) aus meinem aktiven Dienst als Pfarrer am 30.05.2021 gekommen waren und den bewegenden Gottesdienst mit gestaltet und gefeiert haben. Auch die guten Wünsche, mündlich und schriftlich, und alle Geschenke und Aktionen haben diesen Tag zu einem besonderen werden lassen.
Eure vielfältige und liebevolle Wertschätzung hat mir gemeinsam mit meiner Frau sehr gut getan. Dieses Ereignis war und ist für uns ein Rückenwind für den vor uns liegenden offenen und neuen Lebensabschnitt.
Hermann Bezzel fasst auch für uns die Rück- und Vorschau sehr gut zusammen: „Was an uns gefunden wird – die Gnade hat es getan. Was an uns vermisst wird – die Gnade wird es erstatten.“

Borstendorf, Schellenberg, Leubsdorf im Juni 2021
Bernd Schieritz, Pfarrer i. R.

Schon vor dem Ruhestand von Pfarrer Schieritz begann die Suche nach einem neuen Pfarrer oder einer neuen Pfarrerin für die Kirchgemeinde Borstendorf-Schellenberg-Leubsdorf. Nun freuen wir uns sehr, dass sich viele Türen auf wunderbare Weise geöffnet haben und wir bereits einen neuen Pfarrer in Aussicht haben.

Am 4. Juli 2021 um 14.00 Uhr wird sich Pfarrer Denny Wermann in der Leubsdorfer Kirche in einem Gottesdienst vorstellen. Trotzdem folgen erst einmal einige Monate, in denen die Pfarrstelle unbesetzt ist. Die Vertretung übernehmen

Pfarrer und Pfarrerin Roßner aus Oederan (037292-60300) und
Pfarrer Seidel aus Eppendorf (037293-238).

Die Kirchgemeindebüros unserer Kirchgemeinde stehen Ihnen für Ihre Anliegen und Fragen zur Verfügung. Öffnungszeiten und Kontakte finden Sie im hinteren Teil der Kirchennachrichten.

Juni 2021

Der sogenannte „Dieselskandal“ sagt mir etwas über unsere Zeit:

Wir belügen uns selbst. Mit unseren Konsum-Ansprüchen haben wir eine Grenze überschritten. Nur dadurch, dass wir uns vormachen, alle unsere Produkte seien unbedenklich, ausgereift und nachhaltig, können wir weitermachen wie bisher.

Jedem Menschen wird in den vergangenen Monaten klar geworden sein, dass es nicht weitergehen kann wie bisher und auch nicht sollte. Ich vermute, dass dem auch jeder Verantwortungsträger in der freien Wirtschaft und Finanzmanagement zustimmen wird.

„Nein! Es kann nicht so weitergehen wie bisher. Wir müssen unseren Umsatz steigern!“

Experten stellen fest, dass Corona nur eine kurze Unterbrechung des Wachstums war und in Ländern, die mit dem Impfen weiter sind, die Wirtschaftsentwicklung bereits schneller als vor der Krise vonstatten geht. Der Kampf wird sich zuspitzen. Greta Thunberg sagte vor der UNO-Vollversammlung: „Ihr habt meine Träume, meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen … Menschen leiden, Menschen sterben … Und alles, worüber ihr redet, sind Geld und Märchen über ewiges Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen! …
Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet, und wenn ihr euch entscheidet, uns zu enttäuschen, sage ich, dass wir euch das nie vergeben werden! Wir werden euch damit nicht davonkommen lassen!“ (Zitiert nach Ulrich Eggers in AUFATMEN, Winter 2021 S.3)

 

Den einzigen realen Ansatz zur Veränderung sehe ich darin, dass ich persönlich dabei weitergehe, etwas zu ändern. Mir fällt dazu ein, dass immer mal Mittel und Methoden angeboten werden, um abzunehmen. Das funktioniert nicht ohne eine klare Einsicht und einen gesunden Willen. Außerdem muss etwas Weiteres beachtet werden, nämlich dass Essen Lustgewinn bedeutet und durch den teilweisen Verzicht zunächst einmal die Lebensqualität sinkt. Dafür braucht es einen Ersatz – und möglichst nicht das Rauchen. Wenn wir das auf unser persönliches Konsumverhalten oder überhaupt das gesellschaftliche Leben übertragen, brauchen wir für das, worauf wir verzichten einen nichtmateriellen Ausgleich.

 

Dafür im Folgenden zwei Angebote :

Angebot 1:
Ich beginne, alles stärker durch die Brille meiner Mitmenschen zu sehen. Dabei denke ich an Menschen mit Behinderungen. Samuel Koch (querschnittsgelähmt durch Unfall bei „Wetten, dass“) erzählt, wie er morgens etwa 2 Stunden benötigt, um tagesfertig zu sein. – Auch in unseren Orten bewältigen Kinder, Eltern oder Pflegende ein enormes Pensum für diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Als früherer Sportler und Künstler ist es Samuel Koch heute nicht einmal möglich zu niesen, wenn ihm nicht genau zum richtigen Zeitpunkt eine andere Person den Brustkorb zusammendrückt. Er selbst ist zu dem Punkt gekommen, an dem er für seine aktuelle Situation sagen kann: „Was, wenn die Antwort auf die meisten unserer Probleme ist, andere glücklich zu machen?“

Angebot 2:
Theodor Fontane (1819-1898) machte die Erfahrung: “Gott, was ist Glück! Eine Grießsuppe, eine Schlafstelle und keine körperlichen Schmerzen – das ist schon viel.“
Es ist hilfreich, die kleinen, elementaren Freuden des Lebens dankbar anzunehmen.

Theresa von Avila (1515-1582) ist noch einen Schritt weiter gegangen: “Lass nichts dich bedrängen. Lass nichts dich beängstigen. Alles verändert sich. Gott allein bleibt. Geduld erreicht das Ziel. Dem, der Gott hat, mangelt es an nichts. Gott allein genügt.“

 

Wir wollen den Glauben nicht einfach zum Lückenbüßer machen oder zur Hilfe, unseren Konsum-Bedarf zurück zu fahren. Das wäre nicht verwerflich, aber es wird nicht funktionieren, denn unsere Gefühle und Antriebe sind viel stärkere Energien als ein halbherziger Glaube. „Der Mensch kann auf Erden nicht leben, wenn er nichts Freudiges vor sich sieht.“ Wir brauchen die Aussicht auf Erfolg, uns tun Menschen gut, die uns lieben, es geht gleich viel leichter mit der Vorfreude auf eine Feier, den Urlaub oder schönes Wetter.

Mehr und Höherwertigeres und Moderneres zu haben stimuliert jedoch mindestens ebenso positiv unser Lebensgefühl. Das können wir keinesfalls ersatzlos einkürzen. Niemand wird einfach ersatzlos den Gürtel enger schnallen! Es braucht entweder die Einsicht in die Notwendigkeit oder/und etwas Besseres.

Darum ist einer der stärksten Sätze des jüdisch-christlichen Glaubens: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke.“ (Nehemia 8,10)

Oder ein Wort, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: „Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.“ (Psalm 37,4)

Gott hat die Welt gut geschaffen. Die Macht des Verderbens und der Zerstörung hat er mit Jesus am Kreuz besiegt. Er wünscht sich, dass es uns gut geht. Er freut sich, wenn wir in seiner Nähe entspannen. Er will nicht, dass wir abhängig sind, vom Haben-Müssen. Wir dürfen frei sein. Er möchte, dass wir nicht verbiestert durch dieses Leben muffeln, sondern verantwortlich mit uns und anderen und dieser Erde umgehen, weil wir durch SEINE Nähe und in SEINEM Frieden „gestillt“ sind. Das wird nicht nur unsere Bedürfnisse, sondern auch unser Wirtschaften beeinflussen.

 

~ Bernd Schieritz

Mai 2021 – Verabschiedung Pfarrer Schieritz

Weil im Gottesdienst am 30. Mai, zu dem ich durch den Superintendenten in den aktiven Ruhestand verabschiedet werde, nur eine begrenzte Zahl Besucher teilnehmen können, möchte ich auf diesem Weg herzlich einladen und auch um eine vorherige Anmeldung bitten (siehe unten).

Ohne zu wissen weshalb, habe ich schon seit der achten Klasse überlegt, ob ich mal Pfarrer werden sollte. Nach einer bewussten Entscheidung für Jesus und einem persönlichen Zuspruch habe ich dann nach wenigen Jahren der Arbeit als Schriftsetzer das Theologiestudium gewagt und 1984 den Dienst als Pfarrer mit meiner Frau Martina an meiner Seite in Frankenau bei Mittweida begonnen. Nach 21 Jahren gemeinsamen Lebens und Glaubens hier in Leubsdorf, Schellenberg und Borstendorf findet der berufliche Teil des Pfarrerseins nun seinen Abschluss.

Von den Aufgaben, die zum aktiven Dienst gehören, werde ich entbunden. Die Verantwortung dafür wird sinnvollerweise in die Hände der vertretenden bzw. der nachfolgenden Person gegeben werden. Die Pfarramtsleitung und den stellvertretenden Vorsitz des Kirchenvorstandes wird Pfr. Roßner in Oederan übernehmen. Bestattungen, Hochzeiten, Taufen, Jubiläen und verschiedene Gottesdienste werden in einem bestimmten Rhythmus von Pfrn. und Pfr. Roßner und Pfr. Seidel in Eppendorf übernommen. Pfr. Seidel wird auch die Konfirmandentreffs zukünftig leiten. Die Verantwortung für die Kirchenmusik bleibt wie auch die schon bisher ehrenamtlich geführten Gemeindekreise in den Händen der bisherigen Personen.

Ich freue mich darauf, mehr Freiraum für unsere Kinder und Enkel und Unternehmungen zu haben, eine (er-)neue(-rte) Berufung zu entdecken, im Garten zu sein und ein bisschen (nicht zu ehrgeizig) Fußball zu spielen.

Aus diesem jetzigen Anlass heraus entsteht eine bestimmte Sicht und Sensibilität auf die zurückliegende Zeit, einzelne Begegnungen und Situationen.

Deshalb: Noch einmal Danke von ganzem Herzen für Liebe und Freundschaft, für Gebet und Ermutigung, Korrektur, Hilfe und jegliche Form der Unterstützung der Arbeit in den Gemeinden und auch persönlich. Sei es bei speziellen Projekten oder/und auch ständig über die Jahre hin in den Herausforderungen, z.B. auch 2008 in der Zeit des Krankseins.
Zuerst und besonders danke ich meiner Frau für Ihre Lebendigkeit, für die mutige Beziehungsarbeit, die nach vorn gerichteten Ideen, ihre Umsicht und Opferbreitschaft. Ohne sie wäre mein Dienst weder vorstellbar noch durchführbar gewesen.

Ich denke auch an die Mitarbeiterinnen in der Verwaltung, in der Gemeindepädagogik und in jeder Weise des musikalischen Engagements. Vielen Dank für alle, die ehrenamtlich zu einem sehr wesentlichen Teil das Leben in den Gemeinden getragen haben. Dabei war das Gebet entscheidend, damit alles bei Jesus zusammengeführt wird und zu Seiner Ehre den Menschen zugute kommt.

Bewusst ist mir, dass ein großer Anteil dessen, was geschehen ist, nicht meiner Initiative zu verdanken ist, sondern dem Engagement Einiger, die neue Ausdrucksweisen des Glaubens ermöglicht haben.

Es ist mir ein Bedürfnis, an dieser Stelle und auf diesem Wege, auch meine Bitte um Vergebung auszusprechen:
Mir wird jetzt neu bewusst, wie unmöglich das ist – trotz der Absicht – es allen recht zu machen. Manches war einfach, auf beiden Seiten, nicht anders möglich. Manches war und blieb wegen menschlicher Begrenztheit unbefriedigend. Manches – und das wird überwiegend so gewesen sein – ist unwissend geschehen und es sind unbedacht und unbeabsichtigt Verletzungen geschehen. Bitte, vergebt!

Wir wissen noch nicht, wo wir hinziehen werden (Stand: 12.4.2021).
Es ist auch herausfordernd, mit Einigen in Verkündigung und Seelsorge lebenswichtige Anliegen bewegt zu haben und dann sich wieder zu lösen und wegzuziehen. Das mag fast wie eine Lüge wirken. Aber es soll womöglich dazu helfen, uns zuerst an DEN zu binden, dem wir unser Leben anvertraut haben.
Als Gemeindepädagogin wird meine Frau wahrscheinlich am Ende des Schuljahres verabschiedet werden.

Eines der Lieder, die ich gern im Arbeitszimmer singe, hat den Text: „Vater des Lichts, Du freust Dich an Deinen Kindern. Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von Dir.
Vater des Lichts, Du änderst Dich nicht, bleibst immer derselbe.
Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von Dir.“

In diesem Sinn können wir einander Gottes Segen für die nächsten Wochen und darüber hinaus wünschen. Hauptsache bleibt die Beziehung zu Jesus, aber auch Gesundheit, gute Beziehungen, Frieden im Land und die gute Bewältigung unserer täglichen und beruflichen Aufgaben gerade in dieser Zeit!

 

In herzlicher Verbundenheit,

Euer Bernd Schieritz


Im Anschluss an den Gottesdienst kann keine Grußstunde stattfinden.
Deshalb kann jeder, der Pfarrer Bernd Schieritz etwas persönliches mitteilen möchte, das in schriftlicher Form in eine dafür bereitgestellte Box legen.

Anmeldung/Hinweise für den Verabschiedungsgottesdienst
Da wir coronabedingt unsere Kirche mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht voll besetzen können, müssen wir leider mit einem Anmeldesystem arbeiten.
Bitte melden Sie sich bis spätestens 18.05.2021 mit Angabe der Personenzahl telefonisch in den Kirchgemeindebüros oder per E-Mail unter sabine.eckardt@evlks.de an.
Wir teilen Ihnen dann die entsprechenden Platznummern mit.
Vielen Dank!

April 2021

Diese Zeit stellt uns auch eine weitere besondere Frage: Wer oder was ist die höchste Macht (Wer oder was ist Gott?), wir selbst, der Mensch, Corona oder ist und bleibt Gott der Chef im Ring?

Jede (Lebens-) Krise erschüttert das Sicherheits-Gefühl eines Menschen.
Das bisherige System, das sich jeder aufgebaut hat, um seine Lebensumstände einigermaßen im Griff zu haben, funktioniert nicht mehr zuverlässig. Staatliche Vorgaben, Krankheiten, gerade geringere persönliche Belastbarkeit, verschiedene Konflikte oder schwere „Schicksalsschläge“ rütteln an dem Haus, in dem ich sitze.

Deshalb wählen Menschen eigene Strategien, um (wieder) ein beherrschbares und kontrollierbares System um sich herum zu bauen: zum Beispiel durch Vermeidung aller Risiken, genaueste Einhaltung aller Vorschriften oder auch Leugnung der Gefahren oder so tun, als ob es wie immer wäre oder auch, indem man Drahtzieher und Schuldige ausmacht, denen man die Verantwortung für das Ganze gibt und anderes.

Ich persönlich glaube, dass Gott durch dieses Geschehen menschliche Selbstüberhebung erschüttert. Zu DDR-Zeiten gab es schon mal diesen Spruch: “Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.“ Mir kommt es so vor, als ob unser Wirtschafts-, Finanz-, Gesundheits-, Schul-, Sozial- und auch Kirchen-System infrage gestellt wird. Aber Systeme kann man nicht infrage stellen. Menschen bauen sie auf und halten sie am Laufen und sind selbst ihr wichtigster Bestandteil. Deshalb werden Menschen, werden wir als einzelne Personen angefragt.

Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Denn ich frage mich bei jeder Erkältung, bei jedem Zuspätkommen, bei jedem Konflikt, ob ich da in meinem Verhalten etwas ändern kann und sollte. So auch in dieser Zeit.
Immer wieder leuchtet mir ein biblisches Wort auf:

Der himmlische Vater sagt von sich selbst: (Psalm 46,11)
Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin!
Ich will der Höchste sein unter den Heiden, der Höchste auf Erden.
(Mit „Heiden“ sind alle Völker gemeint außer Israel, zu dem Gott zuerst gesprochen hat.)

Der Gott Israels will von den Menschen aller Völker als höchste Autorität respektiert und angenommen werden. Damit wir Menschen eine klarere Vorstellung haben, wer und wie Gott ist, kam er als Mensch auf diese Erde. Wir können sogar heute lesen, was er damals gesagt hat. Und am deutlichsten wird sein Wesen in seinem Sterben am Kreuz hörbar und sichtbar.

Diesen Weg der Ablehnung, der Schmerzen und des grausamen Todes ist er aus Null Komma Null eigenem Interesse gegangen. Er hatte zu 100 % deine und meine Herauslösung aus der Gottesferne im Blick. Ich denke dabei an einen Vater in einem Erdbebengebiet. Er hatte seinem Sohn versprochen, wenn mal was passieren würde, werde ich dich retten! Als bei einem schweren Erdbeben die Schule seines Sohnes eingestürzt und er unter den Trümmern begraben war und die Rettungsmannschaften bereits ihre Arbeit eingestellt hatten, machte sich der Vater mit bloßen Händen ans Werk. Über 36 Stunden lang ließ er sich Tag und Nacht auch durch die gut gemeinten Ratschläge anderer, dass es doch längst zu spät sei, nicht abbringen. Ohne sich Pausen und Schlaf zu gönnen räumte er unermüdlich den Schutt weg, bis er zu einem Hohlraum vordrang, in dem sein Sohn mit wenigen Mitschülern überlebt hatte.

So etwa, nur noch viel stärker und bei vielmehr Widerstand hat Jesus dieses Opfer seines Lebens am Kreuz gebracht. Wirklich für dich! Er wollte damit ein für alle Mal bezahlen, was wir Gott an Dank für alles Gute schuldig geblieben sind und wo wir uns und anderen durch schuldhaftes Verhalten geschadet haben.

Dieses Leiden und Sterben von Jesus am Kreuz ist wie ein Gutschein, den du in den Händen halten darfst. Für alles Mögliche kannst du ihn einlösen. Auch in letzter Verzweiflung: „Gott, wenn das mit Jesus so war und wahr ist, dann zeige dich in meinem Leben!“
Und auch wenn du schon als Christ lebst, kannst du mit neuer Entschlossenheit beten, dass Gott durch die Dunkelheit deiner Seele bricht, er dich wieder aufrichtet und er es klar und behutsam zeigt, wenn du selbst IHM im Wege stehst. Dieser Gutschein ist nicht übertragbar. Das ist auch nicht nötig. Denn für jede Person ist einer vorhanden.

Vielleicht ist Jesus deshalb auf einem Berg an einem hoch aufgerichteten Kreuz gestorben, damit ER „der Höchste auf Erden“ ist und in deinem und meinem Leben wird?

März 2021

Corona wühlt den Grund auf! Fundamental Wichtiges kommt neu in den Blick.

In dieser Zeit der Distanz bekommt Gemeinschaft eine ganz neue Bedeutung. Menschen sind zu ihr berufen. “Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.“ (1. Mose 2,18)

„Wir leben nur dann wirklich gut, wenn wir Teil einer Gemeinschaft sind. Zugleich ist Gemeinschaft ein wesentlicher Verstärker – sie schleift, nervt, inspiriert, verändert, fordert heraus. Eben deswegen gehört sie zu den Grundbedingungen von Glauben und Leben, die Gott uns verordnet.“ (Tobias Rink)

Unsere Beziehungen sind vielfältig. Die Beziehung zu uns selbst, Ehe, Eltern und Kinder, der Hausstand. Aber auch darüber hinaus die ganze Bandbreite mit der Gemeinschaft in der Schule, am Arbeitsplatz, im Dorf, in der Kirchgemeinde, in der Verwandtschaft, im Land, zum Volk Israel und als Völkergemeinschaft…

Je nach Lage, kann sich zur Zeit für die einen das Gefühl des Alleinseins verstärken. Für manche Kinder, Lehrer und Eltern wurden die vergangenen Wochen zur Katastrophe. Mit dem Partner und in der Familie haben wir wenigstens noch ein Mindestmaß an Gemeinschaft. In der Familie begegnet man sich leibhaftig, kann miteinander reden, essen und irgendwas anstellen. Es ist auch nicht zu verachten, dass Geschwister bzw. Eltern und Kinder miteinander lernen können, Konflikte auszutragen, sich zu streiten und zu einigen.

Ja – wenn nichts mehr geht – können wir den Wert unseres Zuhauses und unserer Basis-Beziehungen erkennen. Aber eben auch die Schwachstellen. Die 24/7-Belastung der Beziehungen kann zum Härtetest werden. Weil wir in der Illusion leben, es gäbe „normale“ Menschen, so, wie wir sie uns eben vorstellen. Das geht so lange, bis wir die Erfahrung machen, mit der John Ortberg ein Buch benennt: „Jeder ist normal, bis du ihn kennen lernst“.

Menschen gehen Beziehungen mit ihren eigenen Träumen und Idealvorstellungen ein. Viele Frauen wagen eine Ehe mit dem „wahnwitzigen“ Vorsatz: “Den biege ich mir schon noch zurecht!“

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Buch „Gemeinsames Leben“: „Es ist aber Gottes Gnade, die alle derartigen Träume (rasch) zum Scheitern bringt. Die große Enttäuschung über die anderen, über die Christen im Allgemeinen und, wenn es gut geht, auch über uns selbst, muss uns überwältigen, so gewiss Gott uns zur Erkenntnis echter christlicher Gemeinschaft führen will. Je bälder die Stunde dieser Enttäuschung über den Einzelnen und über die Gemeinschaft kommt, desto besser für beide. …“

Diese jetzige Zeit kann daher auch Möglichkeiten eröffnen, in die Ehe zu investieren. Vielleicht gibt es ja schon lange anstehende Themen, über die wir unbedingt einmal sprechen müssten und jetzt die Zeit dazu hätten. Vielleicht! Denn vielleicht sind Homeoffice und Homeschooling noch aufreibender als der so genannte normale Arbeits- und Schulalltag. So heißt es in einer Einladung zu einem Seminar für Familien:

“Kinder brauchen Eltern, die in der Familie die Führung übernehmen und auf eine respektvolle Art und Weise altersangemessene Grenzen und Regeln aufzeigen. … Wir möchten Sie ermutigen, diese Verantwortung wahrzunehmen …, damit sich ihre Kinder zu konfliktfähigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten entwickeln können.

… Da viele Eltern die Medienerziehung als sehr herausfordernd empfinden, möchten wir Ihnen bei diesem hochaktuellen Thema Hilfestellung geben, wie sie ihre Kinder so begleiten können, dass Medien das Leben bereichern und nicht bestimmen.“

Gelingt Ihnen/Euch das? Wir wissen es: Eine gute Ehe und Familie ist damit nie fertig, sondern immer am Lernen und Fragen und Investieren. Die Ehe ist wie eine eigene Person – wie ein Kind, dass um die Aufmerksamkeit seiner Eltern kämpft. Das ist das Stressige an Ehe und Familie: Alle wollen etwas. Und ich selbst auch! Daher brauchen wir für uns selbst, den Partner und die Kinder – und unseren Verantwortungsbereich eine Kraft-Quelle, aus der wir schöpfen können.

 

Wem es möglich ist, kann folgendermaßen beten:

Jesus, heile diese Gefühle, die nicht von Dir hervorgebracht wurden. Gefühle, die sagen, dass ich wertlos sei, eine Zumutung, dass ich nicht gewollt sei oder dass ich zu einer ungünstigen Zeit empfangen und geboren wurde. Heile und reinige mich von den Gefühlen, dass ich eine Last sei, dass ich ein Objekt wäre, das man nach Belieben benutzen könne, ein Gegenstand in der Welt, anstelle eines kostbaren kleinen Kindes, das geliebt wird, wertgeschätzt wird, beschützt, geehrt und ernährt. Bitte reinige mich in dem Grundgefühl, dass ich eine Enttäuschung wäre, dass ich es nie schaffen würde oder nicht genug wäre. Heile und reinige mich von allem Vergleichen mit anderen, von Konkurrenzkampf, von Beurteilung, Verurteilung und von Vertreibung und Ablehnung. Durch deine Wunden am Kreuz bin ich geheilt von „Ablagerungen“ von Vorwürfen, Scham, Verwirrung und von Selbsthass.

Ich entscheide mich, die Lügen, denen ich geglaubt habe, durch die biblische Wahrheit zu ersetzen. …

Du, HERR, wirst wieder aufbauen, was tief unglücklich und niedergedrückt war, Du wirst die Jahre erstatten, die „von den Heuschrecken gefressen wurden“. Du wirst das vollenden, was Du begonnen hast.

 

~ Pfarrer Bernd Schieritz

Februar 2021

Inmitten der turbulenten und gefährlichen Situation denken viele darüber nach, was „uns Corona sagen könnte“. Wie wäre es, wenn wir deshalb das Folgende wie einen Beitrag während einer Talkshow verstehen: jeder kann sich gern am Gespräch beteiligen und reagieren.

Selbstverständlich stehen momentan das medizinische Geschehen und der Umgang im öffentlichen Leben im Focus. Hilfe hat Vorrang! Aber hat es nicht auch etwas mit Barmherzigkeit zu tun, umfassend über Zusammenhänge und Ursachen nachzudenken? Ich denke dabei nicht an solche Theorien, dass die gesamte Krise bewusst herbeigeführt worden sei. Vielmehr bewegt mich unter vielem anderen die Frage, ob es nicht sein könnte, dass wir tatsächlich an die Grenzen wirtschaftlichen Wachstums im Sinne von immer mehr, immer schneller, immer bequemer, usw. angekommen sind?

Seit dem vergangenen Jahr erleben alle Menschen fast hautnah, was schon länger bekannt war, nämlich, dass Wachstum begrenzt ist („Die Grenzen des Wachstums – Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit“ ist eine 1972 veröffentlichte Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft). Allen ist klar: So, wie bisher, kann es nicht weitergehen! Und trotzdem reden wir davon, dass alles hoffentlich bald wieder „normal“ wird, so, wie es war.

Im Bereich der Wirtschaft dürfte jedes Reden von 0-Wachstum oder gar von negativem Wachstum als weltfremd gelten. Im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf kann es nicht akzeptiert werden, dass Wachstum begrenzt ist.

Einerseits ist natürlich für das wissenschaftlich-wirtschaftliche Wachstum noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Und zum anderen kommt die ständige Entwicklung hin zu mehr Konsum, zu mehr Leistung für den gleichen Preis, zu Angeboten, die das Leben bequemer machen, unserem Lebensgefühl entgegen. Zumindest lässt es sich sehr leicht dahingehend lenken. Denn wenn wir uns nicht mehr Komfort leisten können, wofür lernen und arbeiten wir dann so hart? Haben wir auf diese Weise eine gute Zukunft?

Mir kam der Vergleich mit der Natur. Ist es vorstellbar, dass ein Baum ständig wächst? Entspricht es den Gesetzmäßigkeiten des Lebens, dass ein Mensch ständig leistungsfähiger und produktiver wird? Nur eine Person, die ihr Älter-Werden angenommen hat, kann reifer werden. Wenn wir an ein „Weiter-wie-bisher“ denken, an ewige Jugend, an Hauptsache viel Geld verdienen usw. – sind große Krisen für das (Gesellschafts-)System unvermeidlich, weil o.g. Zielsetzungen an dem Ast sägen, auf dem alle sitzen.

Jedoch: die Möglichkeiten des Wirtschaftens unserer Gesellschaft und der gesamten Völkerwelt sind nur zum Teil vom Menschen und organischer Natur her bestimmt, sondern auch von Gesetzmäßigkeiten, die ignoriert oder zum Nachteil für andere ausgenutzt werden können. Dennoch ist die Frage interessant, ob es vielleicht ein Wachstum in einer ganz anderen Art und Weise gibt, ja geben sollte?

Finden wir einen Weg, gut zu leben, ohne immer mehr herstellen zu müssen, Ressourcen zu verschwenden, die Umwelt irreparabel zu schädigen, Beziehungen zu stark zu belasten, um den nachfolgenden Generationen eine Welt zu präsentieren, die sie nicht übernehmen wollen? Es müssten Fragen als Maßstab des Wirtschaftens festgelegt werden, wie: Ist das nachhaltig? Ist das sozial gerecht? Ist das gesund? Wie wird das hergestellt?

Ich selbst will mir diese Fragen im Blick auf mein Konsumverhalten stellen: Brauche ich das wirklich? Wem gebe ich mit diesem Kauf mein Geld und damit auch Unterstützung und Macht? Könnte ich nicht auch das Geschäft oder den Landwirt im eigenen Ort unterstützen? Sicher, das ist gegen den Trend und die Gewohnheit, denn dann könnte ich nicht so viel und auch nicht so sehr auf Vorrat kaufen. Für eine junge Familie ist das eine gewaltige Hürde! Aber ich könnte gesünder und umweltschonender leben, was uns eine Generation später zugute käme, (wenn es eine kritische Masse an Personen genauso macht).

Das nur als ein Beispiel.

Was hat das mit dem Christsein zu tun?
Christen glauben, dass Gott jeden Menschen gewollt hat.
Christen glauben, dass uns Gott diese Welt anvertraut hat, um sie zu gestalten und zu bewahren.
Christen glauben auch, dass Gott will, dass wir gut miteinander umgehen.
Für all das haben wir Verantwortung und ER wird uns einmal danach fragen.

Nun will ich nicht darauf hinaus, dass Christen bessere Menschen wären. Nein!
Alle Menschen sind Menschen und in gleicher Weise fehlbar und deshalb brauchen es auch alle, dass Jesus für sie am Kreuz starb. Dieser Tod bedeutet, dass wir aus dem ewigen Getrenntsein von Gott herausfinden können. Dieser Tod bedeutet den Sieg über die Kräfte des Egoismus, des Neides, der (Selbst-)Ablehnung, der Selbstzerstörung, der Sucht, der Gleichgültigkeit, des Bösen ….
Bei Jesus gibt es eine Liebe, die stärker ist als der Tod.

Paulus schreibt:

»’Weil wir zu dir, Herr, gehören, sind wir ständig in Todesgefahr. Wir werden angesehen wie Schafe, die zum Schlachten bestimmt sind.‘
Aber mitten in alldem triumphieren wir als Sieger mit Hilfe dessen, der uns so sehr geliebt hat.« (Römer 8,36-37)

Zugegeben, den lebendigen Beweis bleiben Christen weiterhin schuldig.
Aber diese Realität bietet die Voraussetzungen, anders und neu zu leben.

~ Pfarrer Bernd Schieritz

Januar 2021

Im Herbst 2020 sah ich im Fernsehen eine Reporterin in einer Fußgängerzone, die Passanten interviewte und tatsächlich die Frage stellte: „Würden Sie jemanden melden, der sich nicht an die Regeln hält, z.B. keine Maske trägt?!“
Darüber bin ich tief erschrocken! Sollte man nicht viel mehr Menschen befähigen, miteinander zu reden oder meinetwegen zur Rede stellen, als ein Klima des Verrates und der Überwachung und Denunziation hervorzurufen?

Das Wort der Jahreslosung weist uns einen Weg des Miteinander(Sprechen)s und nicht des Gegeneinander(Vorgehen)s!

„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)

Im Sommerurlaub, wenn man wildfremden Menschen bei einem Ausflug begegnet und locker ins Gespräch kommt, ist es kein Problem, rücksichtsvoll zu sein. Aber in Stresssituationen und an den Grenzen der Belastbarkeit, kommen oft Ängste zum Vorschein, die unser Miteinander belasten.

Jesus spricht nicht davon, dass sich Christen gefälligst zusammenreißen sollen! Sie sollen vielmehr in der Weise barmherzig sein, wie der himmlische Vater barmherzig ist. Barm-herz-igkeit hat also erstens etwas mit dem Herzen zu tun. Und zweitens auch mit der Beziehung zum himmlischen Vater.

ER hat doch sogar seinen Sohn hergegeben für uns alle – gleichgültig, ob wir mit IHM etwas anfangen können oder nicht. Das muss man sich zu Herzen gehen lassen. Dadurch können wir barmherzig werden.

Insofern ein gutes und gesegnetes neues Jahr!

~ Pfarrer Bernd Schieritz

Dezember 2020

Die Volkszählung damals unter Kaiser Augustus war Pflicht! Die Eintragung in Steuerlisten ermöglichte dem Staat eine ziemlich genaue Überwachung. Hinzu kam, dass Maria vom Engel Gabriel die klare Ansage bekommen hatte, dass er der Sohn Gottes sein würde, den sie zur Welt bringt. Und dann noch diese Maßnahmen der Regierung, die so drastisch in das Privatleben der Menschen eingriffen und Firmenexistenzen gefährdeten.

Maria hatte sich dahingehend Hoffnung gemacht, dass der kleine Jesus ja vielleicht 8 Tage später kommt. Da sind sie wieder zurück in Nazareth. Aber Nein! Kaum waren sie in Bethlehem, setzten die Wehen ein! Muss das denn alles sein?

Offenbar benutzte Gott diese Ereignisse! Auf diese Weise erfüllt Gott sein hunderte Jahre zuvor gegebenes Wort absolut präzise. Der Messias soll, als Sohn Davids, in dessen Heimatstadt geboren werden.

Auf den himmlischen Vater kann man sich absolut verlassen!

~ Pfarrer Bernd Schieritz