Impuls, Sonntag 28. Februar

Grund zum Feiern

Ihr Lieben, es gibt immer einen Grund zum Feiern. Die Jahresfeier von Corona gehört bestimmt nicht dazu. Seit einem Jahr ist Schluss mit lustig. Die Angst geht um, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt. Wir hängen in unseren Schützengräben und ziehen vor dem Dauerfeuer der Negativnachrichten die Köpfe ein. Ich glaube, es wird Zeit, die Deckung zu verlassen.
Die israelische Armee zitterte vor dem Gebrüll Goliaths, bis der unerschrockene Hirtenjunge David kam und im Namen Gottes dem ganzen Spuk ein Ende machte.
Meine Schwester musste einmal ihre Frühstücksbrote opfern, um an einem großen freilaufenden Hund, zitternd vor Angst, auf Arbeit zu kommen. Um getrost in die Zukunft zu gehen, brauchen wir nichts zu opfern, sondern wir können uns im Glauben auf den verlassen, der sich selbst für uns geopfert hat. Jesus, den Sieger über Tod und teufel. Auch wenn die Welt immer finsterer wird, kommt uns ein immer heller werdendes Licht entgegen. Das haben wir schwarz auf weiß.
Angst ist kein guter Ratgeber. Sie lähmt, macht uns handlungsunfähig, krank und hoffnungslos.
In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt ( die Angst) überwunden (besiegt), ermutigt uns
Jesus in Johannes 16, 33. Egal, wie sich der Feind auch zeigt, ob als Hund, als brüllender Löwe oder Corona, wir sind auf der Siegerseite.
Mutig komm ich vor den Thron werden wir bald wieder laut singen. Vertraut auf den Herrn für immer, denn Er ist ein mächtiger Fels. Darauf können wir uns verlassen. Nicht die Pandemie, sondern die Euphorie zu Jesus, die Freude am Herrn soll unser Leben bestimmen. Das ist der beste Grund zu feiern. Das kann uns keiner nehmen.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Samstag 27. Februar

Zeit zur Renovierung

Ihr Lieben, auf einem nahegelegenen Friedhof existiert eine wertvolle, denkmalgeschützte Familiengruft mit einem fünf Meter hohen, aus mehreren Teilen bestehenden Grabstein. Vor vielen Jahren musste eine Stützmauer hinter diesem Monument angebracht werden, weil es einsturzgefährdet war.
Vor zwei Jahren war es dann soweit. Aus Sicherheitsgründen wurde der Entschluss gefasst, die einzelnen kostbaren Steine abzunehmen, zu erneuern, um so die Grabstelle zu erhalten. Eine Steinmetzfirma nummerierte die Steine und wird sie bald in neuem Glanz wieder aufsetzen. Ich bin mir sicher, es wird ein Hingucker werden.
Ihr Lieben, in der Bibel steht, dass wir als Christen die lebendigen Steine des Tempel Gottes bilden, wobei Jesus der Eckstein, der alles zusammenhält dieses Gebäudes ist. Ich habe den Eindruck, dass zur Zeit dieses Gebäude wie mit einer Abrissbirne zerstört und in seine Einzelteile zerlegt werden soll. Aber, wenn der Feind gedenkt es böse zu machen, wirkt Gott etwas besonders Gutes daraus. Ich merke, wie Gott bei mir gerade renoviert, wie Er reinigt, säubert und schleift. Ich bin überzeugt davon, dass Gott gerade jetzt Seine Steine renovieren will, um die einsturzgefährdete Kirche zu Seiner Zeit wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Frage ist nur, lassen wir es zu, dass uns Gott renoviert. ER hat uns versprochen – dass ER den glimmenden Docht nicht auslöschen und das geknickte Rohr nicht zerbrechen wird (Jesaja 42). Gereinigt, geschliffen und geläutert, passen wir noch besser in Gottes Bau. Ich bin überzeugt, wenn wir es zulassen, wird Gott einen Neubau errichten, der ein Hingucker wird.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Freitag 26. Februar

One Way, Jesus

Ihr Lieben, viele Wege führen nach Rom. Mit anderen Worten, es gibt viele Optionen, um ans Ziel zu kommen. Ich kann in der Schule durch fleißiges Lernen, aber auch durch Spicken oder Abschreiben eine gute Note erzielen. Sportler können durch hartes Training, aber auch durch zusätzliches verbotenes Doping auf dem Treppchen stehen. Leider wurden in der ganzen Menschheitsgeschichte immer wieder Ziele durch Lüge und Korruption erreicht. Das Sprichwort – ehrlich währt am längsten – ist nicht zufällig entstanden. Nicht jeder Weg ist der richtige.
Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens gehen Menschen oft umständliche und verworrene Wege. Es gibt Zeugnisse von Leuten, die ihr halbes Leben damit verschwendet haben, verschiedene Religionen auszuprobieren, um die Wahrheit zu finden. Es gibt Menschen, die haben einen Buddha, afrikanische Hausgötter, ein Kreuz und Ähnliches gleichzeitig in ihrer Wohnung. Einer wird schon helfen. Etwas wird schon das Richtige sein.
Ihr Lieben, es gibt nur einen Weg, um den einzig wahren und lebendigen Gott zu finden, Jesus Christus. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater außer durch mich, sagt Jesus von sich selbst in Johannes 14,6. One Way, Jesus. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Und außerdem, wer will denn schon nach Rom? Rom wird zwar die, Ewige Stadt ‚genannt, aber mich zieht es nach Jerusalem. Zion ist die Stadt Gottes. Jerusalem ist der zentrale Ort der Welt – und Heilsgeschichte. Hier ,,wohnte“ Gott im Tempel, hier wirkte Jesus und hier wird Er bei Seinem zweiten Kommen erscheinen.
Nächstes Jahr in Jerusalem – war der Satz, den sich die im Exil lebenden Juden voller Sehnsucht zuriefen, um sich gegenseitig zu ermutigen. Dieser Ruf wird auch in meinem Herzen immer lauter.
Jesus hat den Weg zum Vater für mich und für dich freigemacht.
Gott sei Dank.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Montag 15. Februar

Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Ihr Lieben,
in jeder Generation gab und gibt es Menschen, die sagen, früher war alles besser. Auch ich denke manchmal, es ist einfach nicht mehr so schön wie früher, gerade jetzt in diesen Zeiten. Wie schön war meine Kindheit und was wird gerade mit unseren Kindern gemacht. Und doch tickt die Uhr weiter und auch die Erde bleibt nicht stehen. Gott selbst ermutigt uns durch Sein Wort. In Lukas 9,62 steht – Wer seine Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Ehe die Städte Sodom und Gomorra zerstört wurden, konnte Lot mit seiner Familie gerade noch fliehen. Lots Frau schaute sich noch einmal (verbotenerweise) nach Sodom um, den Ort an dem es sich doch so gut leben ließ und erstarrte zur Salzsäule. Sie trauert dieser sündhaften Stadt nach, anstatt sich auf die Pläne Gottes einzulassen, nach vorn zu blicken.
Die Israeliten hatten gerade erst das Wunder der Teilung des Roten Meeres erlebt und waren trockenen Fußes hindurchgegangen, als sie schon nach den ersten Kilometern in der Wüste anfingen zu jammern und zu klagen.
Wären wir doch nur durch die Hand des Herrn in Ägypten gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und reichlich Brot zu essen hatten( 2. Mose 16,3). Ein voller Magen war ihn wichtiger, als die gerade erlangte Freiheit. Schnell waren die Verheißungen Gottes, sie ins Verheißene Land zu führen, vergessen.
Wenn wir gerade jetzt durch die Wüste müssen, sollten auch wir nicht der Vergangenheit nachtrauern, sondern nach vorn blicken. Ich weiß, dass ist leichter geschrieben, als gelebt. Aber Gott hat uns ja versprochen, wenn wir zuerst nach Seinem Reich und Seiner Gerechtigkeit trachten, wird Er uns alles, was wir zum Leben brauchen, geben (Matth. 6,33).
In Hosea 10,12 steht –
Pflüget ein Neues, also schaut nach vorn. Beim Pflügen ist es wichtig, sich auf einen festen Punkt zu konzentrieren, damit die Furchen gerade werden. Dieser Punkt ist für uns Jesus Christus. Mit Ihm können wir ohne Angst durch die Wüste gehen. Sein Navi – die Bibel – leitet uns sicher hindurch, bis es uns einmal sagen wird – sie haben ihr Ziel erreicht.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Sonntag 14. Februar

Guten Appetit

Ihr Lieben,
Meine Frau und ich, wir merken immer wieder, dass wir viel zu viel essen. Wahrscheinlich ist das die Auswirkung, weil wir als Nachkriegsgeneration und Familien mit vielen Geschwistern, schnell zulangen mussten, um genug abzubekommen. Doch dabei sollten die Mahlzeiten nicht nur ein bloßer Akt der Nahrungsaufnahme und das Füllen unserer Bäuche sein.

In der Bibel spielt das Essen und Trinken oft ein große, wenn nicht sogar eine zentrale Rolle. Zur Gastfreundschaft gehörte es unbedingt, seinen Gästen das Beste vorzusetzen. Beim Essen wurden ernste Themen besprochen und wichtige Entscheidungen getroffen. Auch im Neuen Testament spielten sich viele Szenen ab, bei denen Jesus mit seinen Jüngern oder anderen Menschen bei Tische oder zu Teppich saßen, aßen und tranken. Die ersten Christen trafen sich täglich in ihren Häusern, beteten und nahmen gemeinsam das Mahl. Jesus selbst bereitete an einem Morgen für seine Jünger das Frühstück am Strand. Auch speiste Er bei der Brotvermehrung mehrere tausend Menschen.

Zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass heute junge Leute wieder großen Wert auf ein ausgedehntes, vielseitiges und gesundes Essen legen und dabei ihre Freundschaften pflegen. Ich durfte das auch schon ein paar Mal mit genießen, wo bei mir das Brunchen lieber ist, als die Benutzung eines Raclettes (Pfannen zu klein). In dieser Zeit entstehen automatisch gute und intensive Gespräche. Darum sollten wir vor jeder Mahlzeit nicht nur für das Essen danken, sondern auch für eine gute Gemeinschaft beten. Gemeinsame Mahlzeiten sind mit das Wichtigste in einer Familie. Wann immer es möglich ist, sollten sie zusammen eingenommen werden und möglichst ohne Handy, Radio oder TV. In dieser speziellen Zeit können Dinge in Ruhe geklärt und besprochen werden. Dabei sollte jeder zu Wort kommen können. Solltest du ein Einmann- Haushalt sein, dann möchte ich dich ermutigen, zünde eine Kerze an, lade Jesus ein und habe beim Essen Gemeinschaft mit Ihm. Er kommt garantiert. Mit Ihm wird es nie ein Dinner for one, sondern mindestens ein Dinner for two. Branchen mit Jesus, mit dem Sohn Gottes. Ist das nicht der Hammer? Genieße es.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Samstag 13. Februar

Die schiefe Bahn

Ihr Lieben, jeder Vater und jede Mutter wünscht sich, dass das eigene Kind nicht auf die schiefe Bahn gerät. Die schiefe Bahn bedeutet ja eine Fehlentwicklung nehmen, absinken, bis hin zu kriminell werden. Durch schlechten Umgang, Frust oder Neugier, kann man ohne, dass man sich versieht, auf eine solche geraten. Ein schiefe Bahn hat ihr Gefälle immer nach unten. Es kostet keine Kraft oder Anstrengung sich auf ihr zu bewegen. Meistens gleitet man erst ganz langsam und bemerkt überhaupt nicht, dass man sich auf ihr befindet. Mit der Zeit wird die schiefe Bahn aber immer steiler und glatter. Der Abstand zwischen Kick und Kater wird immer kürzer und eher man sich versieht, rutscht man ungebremst auf den Abgrund zu.
In Matth. 7, 13-14 steht :
Weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt und viele sind, die auf ihn hineingehen. Eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt und wenige sind, die ihn finden.
Es ist ein Irrtum und eine Lüge, wenn wir glauben, dass, wenn wir ein vorbildliches und ordentliches Leben führen, wären wir auf der sicheren Seite. Ohne Jesus befinden wir uns automatisch auf dem dichtbevölkerten breiten Weg, auf dem highway to hell. Egal, ob wir es schiefe Bahn oder breiter Weg nennen, wir müssen die ausgestreckten rettende Hand Jesu ergreifen, sonst gibt es kein Halten mehr.
Das Gegenstück zur schiefen Bahn ist der schmale Pfad. Dieser führt nach oben, ist oft anstrengend, beschwerlich und fordert Ausdauer und Vertrauen. Er führt zum Gipfel und man wird diesen nur erklimmen, wenn man gut gesichert ist. Ab und zu muss man, gewollt oder ungewollt, eine Pause einlegen und es kann vorkommen, dass man mal ausgleitet, aber man fällt nie ins Bodenlose, nie tiefer, als in Gottes Hand. Stück für Stück nähert man sich dem Gipfelkreuz. Wer einmal oben stand, wird diesen Augenblick nie vergessen. Schnell sind alle Strapazen, Schmerzen und Entbehrungen vergessen. Es zählt nur noch die himmlische Aussicht.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Freitag 12. Februar

Nur die Liebe zählt

Ihr Lieben, wir schreiben das Jahr 2021 nach Christus. Vor 2021 wurde Jesus geboren, wobei sich die Gelehrten streiten, ob das Datum genau stimmt. Wir entfernen uns also jedes Jahr weiter von Christi Geburt und nähern uns jedes Jahr seiner Wiederkunft. Das glauben wir als Christen.
Was würde passieren, wenn unsere Kalender das Datum Seiner Rückkehr anzeigen würde, also einen Countdown – Kalender, der den letzten Tag der Weltgeschichte anzeigte? Für mich unvorstellbar. Das Chaos pur würde entstehen. Die Menschen, die nicht an Gott und ein Leben nach dem Tod glauben, würden jeden Tag aggressiver. Die Gesetzlosigkeit nehme zu. Mord und Todschlag wären an der Tagesordnung. Hass, Lüge und Diebstahl regierten die Welt. Höllische Szenarien würden sich abspielen. Alles noch mitnehmen, solange es noch geht. Es ist ja sowieso bald vorbei. Nach mir die Sintflut.
Für die ersten Christen war es selbstverständlich, täglich für die Wiederkunft Jesu zu beten. Sie sehnten sich danach, dass Er bald wiederkäme, um Sein Reich zu bauen, so wie es die Engel bei Seiner Himmelfahrt verkündet hatten.
Maranatha – unser Herr kommt (1.Kor. 16, 22) wurde nach jedem Treffen proklamiert.
Wie sieht es bei uns aus? Sehnen wir Christen uns wirklich, als Seine Braut, nach Jesus, unseren Bräutigam? Freuen wir uns unbändig auf die Hochzeit, oder wollen wir so lange wie möglich noch Junggesellenabschied feiern?
Liebst du mich? fragte Jesus Petrus dreimal. Liebt ihr mich wirklich? fragt Jesus auch einen jeden von uns. Was ist unsere Antwort?
Es gibt übrigens wirklich einen Countdown – Kalender. Der hängt in Gottes Arbeitszimmer.
Macht dir das Angst, oder löst das bei dir Freude aus?

~ Jürgen Meyer

Impuls, Donnerstag 11. Februar

Ich bin dann mal kurz weg

Ihr Lieben, Zöllner waren zur Zeit Jesu eine verachtete Gruppe von Menschen. Keiner wollte etwas mit ihnen zu tun haben. Sie galten beim jüdischen Volk als unrein, weil sie ständig im Kontakt mit Nichtjuden hatten und wegen ihren Betrügereien als Sünder. Wie Leprakranken ging man ihnen aus dem Weg.
Jesus sah Levi am Zoll sitzen. Nicht zufällig, sondern Er hatte ihn im Visier. Er ging nicht schnell an ihm vorbei, sondern blieb vor ihm stehen. Levi sah zu Jesus auf und ihre Blicke trafen sich. Und was sah Levi in diesen Augen? Keine Verachtung, keinen Vorwurf, keinen Ekel und keinen Hass. Er sah einen Blick voller Liebe, der Vergebung, der Annahme und der Freundlichkeit. Dieser Blick von Jesus füllte innerhalb kürzester Zeit ein riesiges Loch in seinem Herzen aus. Ein Verlangen nach Liebe, das schon lange verschüttet war. Eine Liebe, die er nicht mehr für möglich gehalten hatte. Jesus sprach nur zwei Worte – folge mir.
Levi stand auf, sagte zu seinen Kollegen noch schnell – ich bin mal kurz weg – ließ alles stehen und liegen und schloss sich Jesus an. Er hatte die Chance seines Lebens ergriffen und war voller Freude. Das musste gefeiert werden. Deshalb gab er seiner Frau Bescheid und lud alle seine verrufenen Kumpanen ein und gab, zum Unmut der Pharisäer und Schriftgelehrten, ein Fest. Alle sollten sich mitfreuen das Jesus jetzt sein Herr war. Die, die für die Frommen als Abschaum galten, waren für Jesus kranke Menschen, die einen Arzt und Heilung brauchten.
Bestimmt kennst du auch eine Person, die du am liebsten nur von hinten siehst, mit der du nicht gerade in den Urlaub fahren würdest. Ich ermutige dich, nimm sie ins Visier, bete regelmäßig für sie und warte ab, was passiert. Gerade diese Person braucht Jesus. Gott will die vermeintlich Starken zum Raube haben (Jesaja 53).Vielleicht wirst du noch staunen.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Freitag 05. Februar

Die schiefe Bahn
Ihr Lieben, jeder Vater und jede Mutter wünscht sich, dass das eigene Kind nicht auf die schiefe Bahn gerät. Die schiefe Bahn bedeutet ja eine Fehlentwicklung nehmen, absinken, bis hin zu kriminell werden. Durch schlechten Umgang, Frust oder Neugier, kann man ohne, dass man sich versieht, auf eine solche geraten. Ein schiefe Bahn hat ihr Gefälle immer nach unten. Es kostet keine Kraft oder Anstrengung sich auf ihr zu bewegen. Meistens gleitet man erst ganz langsam und bemerkt überhaupt nicht, dass man sich auf ihr befindet. Mit der Zeit wird die schiefe Bahn aber immer steiler und glatter. Der Abstand zwischen Kick und Kater wird immer kürzer und eher man sich versieht, rutscht man ungebremst auf den Abgrund zu.
In Matth. 7, 13-14 steht :
Weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt und viele sind, die auf ihn hineingehen. Eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt und wenige sind, die ihn finden.
Es ist ein Irrtum und eine Lüge, wenn wir glauben, dass, wenn wir ein vorbildliches und ordentliches Leben führen, wären wir auf der sicheren Seite. Ohne Jesus befinden wir uns automatisch auf dem dichtbevölkerten breiten Weg, auf dem highway to hell. Egal, ob wir es schiefe Bahn oder breiter Weg nennen, wir müssen die ausgestreckten rettende Hand Jesu ergreifen, sonst gibt es kein Halten mehr.
Das Gegenstück zur schiefen Bahn ist der schmale Pfad. Dieser führt nach oben, ist oft anstrengend, beschwerlich und fordert Ausdauer und Vertrauen. Er führt zum Gipfel und man wird diesen nur erklimmen, wenn man gut gesichert ist. Ab und zu muss man, gewollt oder ungewollt, eine Pause einlegen und es kann vorkommen, dass man mal ausgleitet, aber man fällt nie ins Bodenlose, nie tiefer, als in Gottes Hand. Stück für Stück nähert man sich dem Gipfelkreuz. Wer einmal oben stand, wird diesen Augenblick nie vergessen. Schnell sind alle Strapazen, Schmerzen und Entbehrungen vergessen. Es zählt nur noch die himmlische Aussicht.

~ Jürgen Meyer

Impuls, Donnerstag 04. Februar

Nur die Liebe zählt
Ihr Lieben, wir schreiben das Jahr 2021 nach Christus. Vor 2021 wurde Jesus geboren, wobei sich die Gelehrten streiten, ob das Datum genau stimmt. Wir entfernen uns also jedes Jahr weiter von Christi Geburt und nähern uns jedes Jahr seiner Wiederkunft. Das glauben wir als Christen.
Was würde passieren, wenn unsere Kalender das Datum Seiner Rückkehr anzeigen würde, also einen Countdown – Kalender, der den letzten Tag der Weltgeschichte anzeigte? Für mich unvorstellbar. Das Chaos pur würde entstehen. Die Menschen, die nicht an Gott und ein Leben nach dem Tod glauben, würden jeden Tag aggressiver. Die Gesetzlosigkeit nehme zu. Mord und Todschlag wären an der Tagesordnung. Hass, Lüge und Diebstahl regierten die Welt. Höllische Szenarien würden sich abspielen. Alles noch mitnehmen, solange es noch geht. Es ist ja sowieso bald vorbei. Nach mir die Sintflut.
Für die ersten Christen war es selbstverständlich, täglich für die Wiederkunft Jesu zu beten. Sie sehnten sich danach, dass Er bald wiederkäme, um Sein Reich zu bauen, so wie es die Engel bei Seiner Himmelfahrt verkündet hatten.
Maranatha – unser Herr kommt (1.Kor. 16, 22) wurde nach jedem Treffen proklamiert.
Wie sieht es bei uns aus? Sehnen wir Christen uns wirklich, als Seine Braut, nach Jesus, unseren Bräutigam? Freuen wir uns unbändig auf die Hochzeit, oder wollen wir so lange wie möglich noch Junggesellenabschied feiern?
Liebst du mich? fragte Jesus Petrus dreimal. Liebt ihr mich wirklich? fragt Jesus auch einen jeden von uns. Was ist unsere Antwort?
Es gibt übrigens wirklich einen Countdown – Kalender. Der hängt in Gottes Arbeitszimmer.
Macht dir das Angst, oder löst das bei dir Freude aus?

~ Jürgen Meyer