Oktober 2020

Knapp 600 Jahre, bevor Jesus geboren wurde, ist ein Großteil der Bevölkerung Israels dorthin verschleppt worden, von wo kurz nach der Geburt Jesu die Unternehmensberater (die Weisen) aus dem Osten kamen. Im babylonischen Feindesland waren sie entwurzelt, mittellos, fern von ihrem Gott und dem Land, in dem sie 700 Jahre lang zuvor gelebt hatten. Wahrscheinlich war es wie in Sibirien.

Ein prophetisches Wort riss sie aus der Antriebslosigkeit:

“Baut euch Häuser und richtet euch darin ein! Legt euch Gärten an, denn ihr werdet noch lange genug dort bleiben, um zu essen, was darin wächst!
Heiratet und zeugt Kinder! Verheiratet eure Söhne und Töchter, damit auch sie Kinder bekommen! Eure Zahl soll zunehmen und nicht abnehmen.
Seid um das Wohl der Städte besorgt, in die ich euch verbannt habe, und betet für sie! Denn wenn es ihnen gut geht, dann geht es auch euch gut.”

Interessant: Das gegnerische System soll nicht geschwächt, sondern gestärkt werden. Denn es geht schon damals zuerst um das physische Überleben Israels. Unser Gebet wird hier zu einer wirtschaftlichen und politischen Macht. Das haben wir im Osten Deutschlands schon ein-/manch-/mal erlebt. Dass der Wohlstand so eng mit dem Gebet verbunden ist, dürfen wir in Deutschland neu entdecken.

Wie realistisch in der Bibel die politische Arbeit gesehen wird! Damit etwas zum Positiven bewegt werden kann, brauchen Regierende übernatürliche Hilfe. So hilflos und bedeutungslos, fast lächerlich, sich Betende manchmal vorkommen mögen – ihr wahrer Einfluss ist gewaltig!

Ein wichtiges Wort der Bibel. Für den Monat Oktober, in dem wir in diesem Jahr zum 30. Mal Gott für den Prozess der Vereinigung Deutschlands danken, ist es sehr treffend ausgewählt.

~ Pfarrer Bernd Schieritz