Februar 2020

„Geduld mit anderen ist Liebe. Geduld mit sich selbst ist Hoffnung. Geduld mit Gott ist Glaube.“

~ Adel Bestravos

Im vergangenen November traf sich eine Gruppe aus verschiedenen Gemeinschaften in unserer Landeskirche in Moritzburg und sie haben Gedanken über den Umgang miteinander ausgetauscht.

Das Ergebnis war ein Vorschlag, über 10 Jahre hin jedes Jahr eine „Übung“ miteinander zu praktizieren. Z.B.: „Wir suchen nicht nur das Gespräch mit Menschen, die uns bestätigen, sondern auch mit denen, die uns herausfordern und hinterfragen und befremden. Wir sind bereit, offen und beherzt auch auf Menschen zuzugehen, die uns bisher in ihrem Denken oder in ihrer Lebensart fremd geblieben sind. Deshalb knüpfen wir Kontakte und suchen Gespräche, um andere Menschen kennen und – wenn’s gut geht – verstehen zu lernen.
Jean-Claude Juncker sagt im Blick auf die so verschiedenen Europäer: `Wir müssen neugierig aufeinander sein!`“

Was kann uns dabei helfen? Der israel. Prof. für Geschichte Yuval Noah Havari sagt, das ist nur möglich, wenn wir eine „innere Standfestigkeit“ haben. Es braucht in der Zeit heftiger werdender Auseinandersetzungen und digitaler Herausforderungen Menschen, die auf Herzensebene gesund sind.
Denn nur, wer sich selbst sicher fühlt, kann sich für Neues und Andere öffnen.
So braucht es eine Stärke des Herzens, um tolerant zu sein, Gemeinschaft zu leben und in Herausforderungen bestehen zu können.

Der Gemeindegründer Paulus lebte aus dieser Gelassenheit als er schrieb (Römer 8,31.32):

Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

~ Pfarrer Bernd Schieritz