August 2019

Am 25. August gedenken die christlichen Gemeinden des Volkes Israel. Wir weisen dazu auf ein ergreifendes literarisches Werk hin. Leon Uris konnte 1958 sein Epos „Exodus“ veröffentlichen.

Millionen von Lesern wurden durch diesen in viele Sprachen übersetzten Roman zum ersten Mal mit der größten Tragödie des 20. Jahrhunderts konfrontiert.“ Wir erhalten Einblick in die Hintergründe der Geburt des Staates Israel. Es ist eine beeindruckende Geschichte, die viele historische Einsichten vermittelt. Im Vorwort heißt es: „Im Jahre 1946 hat England unter dem Druck der arabischen Welt die Einwanderung europäischer Juden in sein Mandatsgebiet Palästina für illegal erklärt und auf Zypern Auffanglager für jüdische Emigranten eingerichtet.“ Es ist erschütternd zu erfahren, wie jüdische Menschen, die der Vernichtung in einem KZ entgangen sind und Zuflucht auf einem Schiff fanden, das sie nach Palästina brachte, zurückgeschickt oder die Schiffe versenkt wurden.

Ein ermutigendes Beispiel, zum Volk der Juden zu stehen, gab dagegen das dänische Volk nach dem Vorbild seines Königs mit seiner Zivilcourage.

Vom deutschen Hauptquartier … erging die Verordnung: Alle Juden haben eine gelbe Armbinde mit dem Judenstern zu tragen. In der Nacht darauf übertrug der illegale Sender eine Botschaft an das dänische Volk: `König Christian hat vom Schloss Amalienborg aus auf die deutsche Anordnung, alle Juden hätten einen Judenstern zu tragen, die folgende Antwort erteilt. Der König hat erklärt, dass es zwischen einem Dänen und einem Juden keinerlei Unterschied gäbe. Er selbst wird als erster den Davidsstern tragen, und er erwartet, dass jeder loyale Däne das Gleiche tut. Am nächsten Tag trug fast die gesamte Bevölkerung von Kopenhagen Armbinden, auf denen der Davidsstern zu sehen war.

Am nächsten Tag hoben die Deutschen ihre Anordnung wieder auf.“ (Seite 115/116) Mit Unterstützung aller Bevölkerungsschichten konnten 7000 Juden von Dänemark nach Schweden in Sicherheit gebracht und gerettet werden.