Februar 2019

LEO_2020 – Findungsgruppe arbeitet an neuen Gemeindestrukturen

LEO_2020 – schon mal gehört?

Diese Abkürzung steht für die Kirchgemeinden

  • Leubsdorf (mit Schellenberg und Borstendorf)
  • Eppendorf (mit Kleinhartmannsdorf, Großwaltersdorf und Gahlenz)
  • Oederan (mit Frankenstein und Kirchbach)

Vertreter und Vertreterinnen aller zehn genannten Kirchgemeinden beraten seit Oktober letzten Jahres in einer gemeinsamen Findungsgruppe über die künftige Zusammenarbeit. Nach Beschlüssen der Synoden unserer Landeskirche und unseres Kirchenbezirks sollen die genannten Kirchgemeinden ab 2020 enger zusammenarbeiten.

Dafür werden im Moment drei verschiedene Modelle diskutiert:

So könnte ein neues Schwesterkirchverhältnis gebildet werden. Dazu müssten sich einige bisher eigenständige Kirchgemeinden (zum Beispiel Oederan, Frankenstein und Kirchbach) vereinigen, um dann ein größeres, regionales Schwesterkirchverhältnis (aus maximal sechs eigenständigen Kirchgemeinden) zu bilden. Dieser Weg erhält vergleichsweise viel Selbstständigkeit vor Ort bzw. in eingespielten Zusammenhängen. Ein Schwesterkirchverhältnis kann später noch zu einer intensiveren Verbindung wachsen.

Ein anderer Weg ist die Gründung eines Kirchgemeindebundes, auf den verschiedene rechtliche Aufgaben der bisherigen Kirchgemeinden übergehen (vor allem Anstellungen, Haushalt). Andere Aufgabenbereiche würden weiter vor Ort verbleiben. So würde eine intensivere Verbindung der Kirchgemeinden als im Schwesterkirchverhältnis entstehen.

Die dritte aktuell diskutierte Variante ist ein Kirchspiel. Dann würden die bisherigen Kirchgemeinden zwar dem Namen nach erhalten bleiben. Allerdings würden die meisten rechtlichen Entscheidungskompetenzen auf das neue Kirchspiel und seinen zu wählenden Vorstand übergehen. Bei dieser Variante werden Aufgaben und Zuständigkeiten vergleichsweise stark gebündelt.

Alle drei Varianten erhalten jedoch Gestaltungsraum für das Gemeindeleben vor Ort.

Die Findungsgruppe LEO_2020 prüft derzeit die Vor- und Nachteile der möglichen Varianten. Ziel ist es, den Kirchenvorständen für ihre bis zum Frühsommer nötige Entscheidung einen abgestimmten Vorschlag zu machen. Angesichts der Bedeutung dieser Aufgabe haben sich die Mitglieder der Findungsgruppe LEO_2020 darauf verständigt, möglichst die Beheimatung vor Ort zu bewahren, einen Konsens zu suchen und auf Ausgleich bedacht zu beraten. Sie bemühen sich um Fairness und Offenheit. Deswegen sollen die Vorschläge der Findungsgruppe in den Kirchenvorständen und Kirchgemeinden rechtzeitig erläutert und diskutiert werden.

Wenn Sie jetzt schon Fragen oder Anregungen dazu haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Kirchvorsteher und Kirchvorsteherinnen, den Pfarrer oder an den Leiter der Findungsgruppe, Pfarrer Benjamin Roßner (benjamin.rossner@evlks.de).

Und falls Ihnen ein passender Name für die neue Region einfällt … ja, OLE! geht auch.

~ Pfarrer Benjamin Roßner (Gemeindepfarrer Oederan – Frankenstein – Kirchbach)